Massentourismus zerstört Traumziele: Diese acht Orte solltest du 2026 meiden
Christina JunitzMassentourismus zerstört Traumziele: Diese acht Orte solltest du 2026 meiden
Führendes US-Reisemagazin rät von acht beliebten Zielen ab – überlastet durch Massentourismus
Ein renommiertes amerikanisches Reisemagazin hat Touristen dazu aufgerufen, acht populäre Reiseziele zu meiden, die unter den Folgen des Massentourismus ächzen. Die jährliche „No List 2026“ von Fodor’s nennt Orte, an denen Überlastung, Umweltzerstörung und wachsender lokaler Widerstand kritische Ausmaße angenommen haben. Darunter befinden sich bekannte Hotspots in Europa, Nordamerika und darüber hinaus – jeder von ihnen leidet unter den spezifischen Folgen explodierender Besucherzahlen.
Die Liste erscheint zu einer Zeit, in der Proteste in Regionen wie den Kanarischen Inseln und der Schweiz lauter werden, wo Anwohnerinnen und Anwohner vehement gegen das ungebremste Tourismuswachstum kämpfen.
Die Kanarischen Inseln führen die „No List“ an, belastet durch schwere ökologische und soziale Probleme. Täglich fließen über 100 Millionen Liter ungeklärtes Abwasser ins Meer, während Ferienwohnungen in manchen Gebieten mehr als 40 Prozent des Wohnraums ausmachen. Die lokale Bevölkerung geht auf die Straße, um gegen Verschmutzung, steigende Lebenshaltungskosten und den Verlust gemeinschaftlicher Räume zugunsten von Urlaubern zu protestieren.
Auch die Jungfrauregion in der Schweiz ist aufgeführt – ihre malerischen Dörfer ersticken mittlerweile unter Touristenmassen. Enge Gassen sind überfüllt, die Infrastruktur kommt an ihre Grenzen. In Italien sorgt das geplante Kreuzfahrtprojekt Fiumicino Waterfront nahe der Isola Sacra für Empörung. Das 600-Millionen-Euro-Vorhaben würde ab Oktober 2025 jährlich 240 Kreuzfahrtschiffe und 1,2 Millionen Passagiere anlocken. Anwohner fürchten um den Verlust ihres letzten unberührten Küstenabschnitts.
Selbst die abgelegene Antarktis ist zunehmend bedroht: 2023/24 besuchten 120.000 Menschen den Kontinent – bis 2033 könnte sich diese Zahl auf 240.000 verdoppeln. Ebenfalls auf der Liste: der Glacier-Nationalpark in Montana, Mexiko-Stadt und Mombasa in Kenia, die jeweils mit Verkehrskollaps, Verschmutzung und überlasteten Ressourcen kämpfen.
Bereits Anfang dieses Jahres hatte der Massentourismus-Index des Reiseanbieters RJ Travel Kroatien, Montenegro, Bulgarien, Griechenland, Italien und Frankreich als die am stärksten überlaufenen Sommerziele 2025 ausgewiesen. Der Bericht nannte ähnliche Probleme: verdrängte Einheimische, zerstörte Ökosysteme und von Touristenströmen überflutete Kulturstätten.
Die „No List 2026“ spiegelt eine tiefgreifende Krise wider: Immer mehr beliebte Reiseziele brechen unter dem unaufhaltsamen Tourismusboom zusammen. Von den Kanarischen Inseln bis zur Antarktis zahlen Gemeinschaften und Ökosysteme den Preis. Reiseexperten raten inzwischen zu Alternativen – oder zumindest zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den bedrohten Orten.






