28 June 2026, 20:20

Massenrücktritt erschüttert Mittelstandsunion im Landkreis Hof

Löst sich der Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Bezirk tritt zurück

Massenrücktritt erschüttert Mittelstandsunion im Landkreis Hof

Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Betroffen sind auch prominente Mitglieder wie Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann und Sascha Rödel. Ihr Rückzug markiert eine bedeutende Zäsur innerhalb der Organisation und der CSU.

Auch Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsunion in Oberfranken und Vorsitzender des Kreisverbands Hof, legte sowohl sein Amt in der Mittelstandsunion als auch seine Mitgliedschaft in der CSU nieder. Er kritisierte die Partei dafür, sich zunehmend von ihren Mitgliedern, dem Mittelstand und den wirtschaftlichen Realitäten zu entfernen. Kretzer verwies zudem darauf, dass fachliche Expertise und praktische Rückmeldungen innerhalb der Organisation kaum noch Beachtung fänden.

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Als Hauptgründe für ihren Schritt nannten die Vorstandsmitglieder Frustration über die Rentenpolitik der Mittelstandsunion, wachsende Bürokratie und steigende Energiekosten. Sie fühlten sich nicht mehr in der Lage, die Interessen des Mittelstands unter dem Dach der CSU wirksam zu vertreten, da Entscheidungen oft bereits vorab feststanden, statt in offener Debatte entstanden zu sein. Dieser Mangel an Mitgestaltungsmöglichkeiten führte zu einer Stagnation von Ideen und Initiativen.

Ihre Kritik richtete sich nicht nur gegen den lokalen Kreisverband, sondern erstreckte sich auch auf die regionale und landesweite Ebene der Mittelstandsunion. Kretzer bedauerte, dass der Machterhalt häufig Vorrang vor echter Teilhabe und den Anliegen der Basis habe.

Die Rücktritte spiegeln eine tiefe Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der Mittelstandsunion und ihrer Verbindung zur CSU wider. Die ausscheidenden Mitglieder hatten sich mehr Einfluss und eine praxisnähere Herangehensweise bei der Lösung der Probleme des Mittelstands gewünscht. Ihr Abgang hinterlässt die Organisation mit offenen Fragen zu ihrer Zukunft und ihrer Fähigkeit, die Interessen ihrer Mitglieder angemessen zu vertreten.

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