Markus Söder über FC Bayern, NATO und seinen Late-Night-Auftritt in Kempten
Laura ThanelMarkus Söder über FC Bayern, NATO und seinen Late-Night-Auftritt in Kempten
"Und jetzt, Herr Söder?" – Bayerns Ministerpräsident im Gespräch im Kemptener Kornhaus
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat kürzlich an einer öffentlichen Diskussion im Kemptener Kornhaus teilgenommen. Die von der Allgäuer Zeitung organisierte Veranstaltung unter dem Titel "Und jetzt, Herr Söder?" lockte rund 430 Besucher an. Söder sprach dabei Themen an, die von Sicherheitspolitik bis hin zu seinem lockeren Auftritt in einer Late-Night-Show reichten.
Im Verlauf des Abends, moderiert von Markus Raffler und Helmut Kustermann, betonte Söder den dringenden Personalbedarf der FC Bayern München. Er warnte, Deutschland müsse seine Grenzen stärken und die NATO-Verpflichtungen erfüllen. Zugleich äußerte er sich skeptisch über eine europäische Armee, schloss sie langfristig aber nicht vollständig aus.
In der Innenpolitik bezog er klar Position in der Finanzfrage: Bayerische Gelder, so Söder, gehörten nach Bayern – etwa nach Kempten – und nicht nach Berlin. Als Erfolg verbuchte er die Durchsetzung einer Priorisierung der Bahn-Elektrifizierung im Koalitionsausschuss.
Leichter wurde die Stimmung, als Söder von seinem Auftritt in Inas Nacht erzählte. Die Erfahrung habe ihm Spaß gemacht, lobte er Moderatorin Ina Müller und gestand, nur einmal für seinen Live-Gesangsauftritt geprobt zu haben. Sein Getränk der Wahl? Cola Light – statt regionalem Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure.
Kritisch äußerte sich Söder zudem zu den deutschen Nachrichtendiensten, die er im Vergleich zu denen der USA als deutlich schwächer einstuft.
Die Veranstaltung bot den Zuhörern Einblicke in Söders politische Schwerpunkte wie auch in seine persönliche Seite. Seine Aussagen reichten von Verteidigungspolitik über Infrastruktur bis hin zur Popkultur. Doch ein zentrales Anliegen seiner Regierung bleibt die Forderung nach mehr Personal für die FC Bayern heute.






