21 January 2026, 15:05

MAN streicht 2.300 Jobs in Deutschland – München besonders betroffen

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text 'Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland' unten.

MAN streicht 2.300 Jobs in Deutschland - MAN streicht 2.300 Jobs in Deutschland – München besonders betroffen

MAN kündigt Abbau von 2.300 Arbeitsplätzen in Deutschland an

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Der Nutzfahrzeughersteller MAN plant, in den kommenden zehn Jahren rund 2.300 Stellen in Deutschland abzubauen. Das Unternehmen betont jedoch, dass die Kürzungen ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden sollen – stattdessen setzt man auf freiwillige Maßnahmen wie Abfindungen oder Vorruhestandsregelungen. Gewerkschaften und Betriebsräte haben die Pläne bereits scharf kritisiert.

Betroffen sind vor allem drei Standorte: In München fallen etwa 1.300 Jobs weg, in Salzgitter 600 und in Nürnberg 400. Als Gründe für die Entscheidung nannte MAN hohe Strom- und Lohnkosten sowie die schwache Binnennachfrage nach Lkw. Trotz der Stellenstreichungen bleiben alle vier deutschen Produktionsstandorte – München, Nürnberg, Salzgitter und Wittlich – in Betrieb.

Die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), vertreten durch die Münchner Bezirksleiterin Sybille Wankel, übt massive Kritik an den Plänen, Teile der Produktion nach Polen zu verlagern. Wankel warnte, dass Investitionen in Osteuropa auf Kosten des Standorts München gehen und die Zukunft des Werks gefährden könnten. Der Betriebsrat schloss sich dieser Haltung an und betonte, dass die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland die inländische Produktion schwächen werde. MAN hat zugesagt, in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro in die deutschen Standorte zu investieren. Zudem werde das Unternehmen weiter einstellen und die Belegschaft in Deutschland bei rund 13.000 Beschäftigten halten. Die Stellenkürzungen sind Teil einer umfassenden Strategie, um Kosten zu senken und das Produktportfolio auszubauen.

Die Abbaumaßnahmen sollen schrittweise erfolgen, wobei MAN einen "sozialverträglichen" Ansatz verspricht. Zwar will das Unternehmen die Produktion in Deutschland halten, doch bleiben Gewerkschaften skeptisch, was die langfristigen Folgen angeht. Zwar könnte die Milliarde an Investitionen einige Bedenken mildern – doch die Spannungen um Arbeitsplatzsicherheit und Standortsicherung dürften anhalten.