12 February 2026, 17:20

Mainzer Karnevalssitzung 2024 bricht mit 199 Jahren Tradition – erstmals eine Frau an der Spitze

Ein Bild mit dem Titel "Der Tanz des Karnevals" von Henri Matisse aus dem Jahr 1913, das zwei Frauen in bunten, gemusterten Kleidern und Masken zeigt, die fröhlich in einer lebendigen, farbenfrohen Atmosphäre tanzen.

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Karnevalssitzung 2024 bricht mit 199 Jahren Tradition – erstmals eine Frau an der Spitze

Mainzer Karnevalssitzung 2024: "Mainz 05 bleibt Mainz 05, wie es singt und lacht" bricht mit Tradition und setzt erstmals eine Frau an die Spitze des Protokolls

Die Mainzer Karnevalssitzung 2024, "Mainz 05 bleibt Mainz 05, wie es singt und lacht", schrieb Geschichte, indem sie nach fast zwei Jahrhunderten erstmals eine Frau zur Protokollführerin ernannte. Christina Grom stand im Mittelpunkt der Veranstaltung und präsentierte beißende Satire, die sich gegen Politiker und Kirchenvertreter richtete. Der langjährige Moderator Andreas Schmitt kehrte unterdessen in seiner bekannten Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms zurück, um die Sitzung abzurunden.

Groms Debüt als Protokollführerin markierte einen historischen Einschnitt für die 199 Jahre alte Tradition. Ihre Spitzen richteten sich gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, die sie als "schwachsinnig" und "Idioten" bezeichnete. Keiner der drei reagierte öffentlich auf die satirischen Angriffe.

Auch die Gutenberg-Bibel nahm sie auf die Schippe und schlug vor, diese könne dazu dienen, Trumps Ego "luftleer zu pumpen" – eine Anspielung auf die Verbindung Mainzs mit dem Druckpionier Johannes Gutenberg. In einem weiteren Seitenhieb wünschte sie Papst Leo XIV. viel Erfolg bei der Durchsetzung von Gleichberechtigung in der katholischen Kirche.

Andreas Schmitt, ein Veteran der Sitzung, kehrte in seiner Rolle als "Hoher Altardiener" zurück. Seine Nummer enthielt Anspielungen auf die "todsündigen" Verfehlungen der umstrittenen Kirchenvertreter Kardinal Müller und Rainer Maria Woelki. Unterdessen feierte Jürgen Wiesmann sein 25-jähriges Jubiläum in der Rolle des beliebten Karnevalscharakters Ernst Lustig.

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Groms Humor erstreckte sich auch auf die Sicherheitspolitik: Sie schlug vor, die Wehrpflicht per Losverfahren einzuführen. Trotz dieser modernen Akzente blieb die Veranstaltung ihren Wurzeln treu und verband Innovation mit bewährten Karnevalstraditionen.

Die Sitzung 2024 machte Schlagzeilen, indem sie erstmals eine Frau an die Spitze des Protokolls setzte. Groms satirische Sticheleien gegen politische und kirchliche Persönlichkeiten blieben von den Betroffenen unbeantwortet. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr ihren Ruf für frechen Humor – und bewies zugleich, dass sie ihre jahrhundertealten Traditionen lebendig hält.