Lennart Karls viraler Dribbling-Patzer – und warum Bayern trotzdem an ihn glaubt
Laura ThanelLennart Karls viraler Dribbling-Patzer – und warum Bayern trotzdem an ihn glaubt
Ein missglücktes Dribbling des 17-jährigen Ausnahmetalents Lennart Karl vom FC Bayern München geht derzeit in den sozialen Medien viral. Der Vorfall ereignete sich während eines 5:1-Siegs gegen die TSG Hoffenheim, als seine überambitionierten Schrittüberziehungen den Ball ins Aus beförderten. Trotz des Patzers bleibt der Teenager eines der größten Nachwuchstalente des FC Bayern München in der Champions League.
Karl war in der zweiten Halbzeit für Michael Olise eingewechselt worden. Als er versuchte, Hoffenheims Alexander Prass mit einer Serie von Schrittüberziehungen auszuspielen, verlor er die Kontrolle, und der Ball rollte harmlos ins Aus – es gab Einwurf. Prass reagierte mit einem schmunzelnden Daumen hoch, während Fans die Szene umgehend zu einem Internet-Meme machten.
Der Fehler passierte in einer Saison, die ansonsten von Karls rasantem Aufstieg in der Champions League geprägt ist. Sein Profidebüt gab er beim Klub-WM-Turnier 2025, gefolgt vom Bundesliga-Einstand gegen RB Leipzig. Im Oktober 2025 wurde er mit einem Tor gegen Club Brügge zum jüngsten Champions-League-Torschützen in der Geschichte des FC Bayern – damals erst 17 Jahre und 242 Tage alt. Bis Anfang 2026 kam er auf 23 bis 27 Einsätze, in denen er sechs bis sieben Tore erzielte und zwei Vorlagen lieferte.
Seine Durchbruchssaison umfasste unter anderem ein sehenswertes Tor in einem Testspiel gegen Tottenham Hotspur sowie einen Platz in der Startelf bei seinem ersten Champions-League-Auftritt. Unter Trainer Vincent Kompany stand er in der ersten Saisonhälfte 2025/26 zwölf Mal in der Startformation. Seit Jahresbeginn begrenzt jedoch die Konkurrenz durch Jamal Musiala und Michael Olise seine Spielzeit. Die Vereinsführung, darunter Sportdirektor Max Eberl, steht weiterhin hinter seiner Entwicklung; sein Vertrag läuft bis 2028.
Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler Deutschlands, nahm Karl in seiner Sky-Kolumne in Schutz. Er bezeichnete das misslungene Dribbling als natürlichen Teil jugendlicher Begeisterung und verglich es mit Lionel Messis risikofreudigem Spiel in dessen frühen Jahren. Matthäus betonte, dass junge Spieler ermutigt werden sollten, das Publikum zu unterhalten – auch wenn dabei Fehler passieren.
Karls viraler Moment hat seine beeindruckende Entwicklung nicht überschattet. Mit 28 Pflichtspieleinsätzen und sieben Toren in dieser Saison bleibt er ein zentraler Baustein für Bayerns Zukunftspläne in der Champions League. Die Unterstützung des Vereins und Matthäus' Rückendeckung unterstreichen das Vertrauen in sein langfristiges Potenzial.






