30 March 2026, 18:33

Ladesäulen in Deutschland: Warum Ingolstadt vorne liegt – und München hinterherhinkt

Elektroauto-Laden an einer Straßenstation mit Gebäuden, Laternen und wolkenverhangenem Himmel im Hintergrund.

Ingolstadt und Regensburg führen bei Ladepunkten - Ladesäulen in Deutschland: Warum Ingolstadt vorne liegt – und München hinterherhinkt

Deutschlands Vorstoß für Elektroautos steht vor einer zentralen Herausforderung: die Ladeinfrastruktur. Zwar ist die Zahl der Ladestationen gewachsen, doch die Nachfrage der Fahrer übersteigt das Angebot. Neue Daten zeigen deutliche Unterschiede in der Verfügbarkeit zwischen den Städten – manche Regionen sind deutlich besser aufgestellt als andere.

Stand Juli 2022 verfügte Bayern über knapp 35.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Doch die Verteilung war äußerst ungleich. Ingolstadt stach mit dem besten Verhältnis bundesweit hervor: Auf eine Ladestation kamen lediglich 71 zugelassene Elektroautos. Auch Regensburg schnitt gut ab und belegte mit 6,5 Fahrzeugen pro Ladesäule den vierten Platz unter den Zulassungsbezirken.

Dagegen wies Schwabach die wenigsten Ladestationen auf und landete bei der Verfügbarkeit pro Auto auf dem letzten Platz. München, obwohl die Stadt die meisten Ladesäulen insgesamt beherbergte, rangierte in Sachen Zugänglichkeit pro Fahrzeug nur auf Platz 90. Der bundesweite Durchschnitt lag damals bei 16,7 Autos pro Ladepunkt, während Bayern mit 15,7 leicht darunter lag.

Bundesweit gab es Fortschritte. Bis März 2026 verzeichnete die Bundesnetzagentur 147.935 Normallade- und 50.449 Schnellladestationen. Doch der Zuwachs an Elektrofahrzeugen war noch schneller: Der Bestand an rein batteriebetriebenen Autos stieg von 1 Million Ende 2022 auf 1,65 Millionen im Januar 2025. Die Neuzulassungen 2023 spiegelten diesen Trend wider – 18,4 % aller Neuwagen waren voll-elektrisch.

Die aktuellen Pläne sehen bis 2030 eine Million öffentliche Ladestationen vor. Doch die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bleibt ein Hindernis für die breitere Akzeptanz der E-Mobilität. Die ungleiche Verteilung der Ladeinfrastruktur unterstreicht die Notwendigkeit eines gezielten Ausbaus. Städte wie Ingolstadt beweisen, dass bessere Verhältnisse möglich sind, während andere hinterherhinken. Die Schließung dieser Kluft gilt als entscheidend, um die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen in Deutschland zu unterstützen und die langfristigen Klimaziele zu erreichen.

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