10 June 2026, 16:29

Krach attackiert Bundesregierung: "Sozialkürzungen treffen die Schwächsten"

Berliner SPD zweifelt an Reformzeitplan der Bundesregierung

Krach attackiert Bundesregierung: "Sozialkürzungen treffen die Schwächsten"

Steffen Krach, Berlins SPD-Vorsitzender und Kandidat für das Bürgermeisteramt, hat die geplanten Haushaltskürzungen der Bundesregierung scharf kritisiert. Die Maßnahmen träfen die Berlinerinnen und Berliner ungerecht, indem sie Wohngeld kürzten, das Elterngeld reduzierten und die Kosten für das Deutschlandticket erhöhten, so Krach.

Er warf der schwarz-rot geführten Koalition vor, bei Sozialleistungen und im Gesundheitswesen einseitig auf Sparpolitik zu setzen. Die Kürzungen seien ungerecht und würden vor allem die Schwächsten belasten, betonte er. Zudem kritisierte Krach die mangelnde Klarheit in der Regierungs-Kommunikation, der es an einer überzeugenden Erzählung fehle.

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Der Politiker verwies auch auf eine wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Viele Bürgerinnen und Bürger wollten ihre Sorgen und Ängste über die aktuelle Politikrichtung äußern, sagte er. Um die Stimmung besser zu verstehen, lud Krach Kanzler und Minister ein, mit ihm an einem Berliner Informationsstand ins Gespräch zu kommen.

Trotz des Drucks zeigt sich Krach skeptisch, ob vor dem Sommer eine Einigung auf Reformen möglich sein wird. Für ihn stehe nicht Tempo, sondern Gerechtigkeit im Vordergrund – schlecht durchdachte Vorschläge werde er nicht mittragen.

Krachs Widerstand gegen die Kürzungen spiegelt eine breitere Unzufriedenheit mit dem Regierungskurs wider. Seine Forderung nach Fairness und Transparenz markiert eine klare Position vor den anstehenden Verhandlungen. Die Debatte über die Sozialreformen wird die Politik in den kommenden Wochen weiter beschäftigen.

Quelle