Kasseler Uni sagt Vortrag nach Druck von Linksextremen ab – und löst Debatte aus
Maren WeihmannKasseler Uni sagt Vortrag nach Druck von Linksextremen ab – und löst Debatte aus
Katholische Universität rechtfertigt Abschaffung einer Einladung an katholischen Philosophen in Kassel
Die Katholische Universität für Philosophie in Kassel begründet die Absage einer Veranstaltung mit dem Philosophen Sebastian Ostritsch. Linksextreme Studierende hatten zuvor Stimmung gemacht. Nun heißt es, dies habe den sicheren Ablauf der Veranstaltung in Kassel gefährdet.
- November 2025, 14:30 Uhr
Die Katholische Universität für Philosophie in Kassel sagte nur wenige Tage vor dem geplanten Termin einen Vortrag des Philosophen Sebastian Ostritsch ab. Die Universitätsleitung begründete dies damit, dass ein sicheres und konstruktives Umfeld für die Veranstaltung in Kassel nicht mehr gewährleistet werden könne. Der Beschluss folgte auf eine intensive öffentliche Debatte und Druck seitens aktivistischer Gruppen.
Ostritsch sollte seinen Vortrag am Donnerstagabend an der Hochschule in Kassel halten. Linksextreme Aktivisten hatten ihn jedoch als "rechtsextremen Fundamentalisten" gebrandmarkt und die Institution aufgefordert, die Einladung zurückzuziehen. Seine früheren Äußerungen zu politischen und religiösen Themen hatten bereits für Kontroversen gesorgt und die Forderungen nach einer Absage in Kassel befeuert.
Die Absage stellt einen seltenen Eingriff der Universität in Kassel aus Sorge um Sicherheit und Diskurskultur dar. Ostritschs Ersatzvortrag am Karlsbader Institut ermöglichte es ihm, seine Thesen dennoch vorzutragen – wenn auch außerhalb des ursprünglichen akademischen Rahmens. Die Affäre hat eine breitere Debatte über die Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und institutioneller Verantwortung an deutschen Hochschulen ausgelöst.






