24 January 2026, 12:53

Jeder fünfte Milchbauer betroffen: Einbrüche in Ställen nehmen dramatisch zu

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Menschen, die Kühe in einem Stall melken, die auf dem Gras vor den Kühen sitzen, mit Fenstern auf der linken Seite des Bildes.

Jeder fünfte Milchbauer betroffen: Einbrüche in Ställen nehmen dramatisch zu

Eine aktuelle Umfrage des Milchindustrie-Verbands (MIV) zeigt wachsende Besorgnis unter Milchbauern wegen Einbrüchen in Stallanlagen. Über 800 Teilnehmer berichteten von ihren Erfahrungen – viele meldeten Sachschäden und eine zunehmende Verunsicherung in puncto Sicherheit.

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Die Ergebnisse belegen, dass bereits jeder zwanzigste Landwirt von einem Einbruch betroffen war, während 60 Prozent die Gefahr als relevant oder sogar sehr relevant für ihren Betrieb einstufen.

Laut MIV, der die Erhebung als aktuell einstuft, haben 8 Prozent der Milchbauern durch Einbrüche Sachschäden erlitten. Über die finanziellen Verluste hinaus gibt mehr als die Hälfte an, dass die Angst vor Eindringlingen ihre psychische Gesundheit belastet.

Als Reaktion werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt: Viele Höfe rüsten mit Videokameras, Bewegungsmeldern und anderen technischen Lösungen auf, um unbefugten Zutritt zu verhindern. Trotz dieser Sorgen bleiben 61 Prozent der Bauern weiterhin offen für Besucher, um die Verbindung zwischen Verbrauchern und Branche zu wahren.

Dr. Björn Bögermann, Hauptgeschäftsführer des MIV, fordert nun wirksamere Schutzmaßnahmen für Ställe und Nutztiere. Sein Appell kommt zu einer Zeit, in der 60 Prozent der Befragten – von denen 70 Prozent in Bayern ansässig sind – Angst vor möglichen Einbrüchen äußern. Zudem fürchten 63 Prozent der Landwirte eine feindselige Haltung der Öffentlichkeit, während 78 Prozent wegen der Milchpreise besorgt sind – Faktoren, die zusätzlich zum Stress beitragen.

Die MIV-Umfrage unterstreicht die drängenden Sicherheitsprobleme, mit denen Milchbauern in ganz Deutschland konfrontiert sind. Da Einbrüche sowohl das Eigentum als auch das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen, investieren viele nun in Schutztechnologie. Gleichzeitig versucht die Branche, Offenheit und die Notwendigkeit größerer Sicherheit in Einklang zu bringen.