Ischinger nennt Selenskyj „politischen Helden“ – doch vor Russland warnt er
Christoph Koch IIIschinger nennt Selenskyj „politischen Helden“ – doch vor Russland warnt er
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als "globalen politischen Helden" bezeichnet. Diese Äußerung fiel während einer Diskussion über die Zukunft der Ukraine und ihre Beziehungen zu Russland. Ischinger betonte zugleich, dass bei Versuchen, die Beziehungen zu Moskau wiederaufzubauen, größte Vorsicht geboten sei.
Besonders hob Ischinger Selenskyjs Führungskraft hervor und nannte dessen Mut und die Fähigkeit, extremen Druck zu standhalten, bemerkenswert. Der ukrainische Präsident hatte kürzlich zugesagt, auch unter Kriegsbedingungen Wahlen 2025 abzuhalten – vorausgesetzt, die USA und Europa bieten Sicherheitsgarantien.
Mit Blick auf Russland äußerte Ischinger, eine Versöhnung sei denkbar, allerdings nur bei einem Führungswechsel im Kreml. Er warnte davor, dass ein überstürzter Wiederaufbau wirtschaftlicher Verbindungen mit Moskau nach hinten losgehen könnte, insbesondere in Osteuropa. Solche Schritte würden von Ländern, die russischen Einfluss kritisch sehen, vermutlich als "Gift" wahrgenommen, so Ischinger.
Selenskyjs Bereitschaft, selbst im Krieg Wahlen durchzuführen, unterstreicht sein Bekenntnis zu demokratischen Prozessen. Gleichzeitig zeigen Ischingers Aussagen, wie schwierig der Spagat zwischen künftiger Diplomatie und dem anhaltenden Misstrauen gegenüber Russland ist. Die Lage bleibt komplex – mit weitreichenden Folgen für Sicherheit und politische Stabilität.






