Insiderhandel: 42 Verdächtige im Visier der Ermittler nach Aktien-Deal in Würzburg
Christina JunitzInsiderhandel: 42 Verdächtige im Visier der Ermittler nach Aktien-Deal in Würzburg
Deutsche Behörden haben die Ermittlungen wegen Insiderhandels auf 42 Verdächtige ausgeweitet. Im Mittelpunkt des Falls steht ein Würzburger Verkehrsunternehmen, dessen Aktienkurs nach der Bekanntgabe des geplanten Verkaufs stark anstieg. Bisher gab es keine Festnahmen.
Die Untersuchungen begannen nach dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2022. Die Ermittler gehen davon aus, dass Privatpersonen Vorwissen über den geplanten Verkauf nutzten, um vor der öffentlichen Bekanntgabe Aktien zu erwerben.
Am 19. März führten die Behörden eine koordinierte Razzia in sechs Bundesländern durch. Dabei wurden Datenspeicher beschlagnahmt, jedoch niemand festgenommen. Das Unternehmen selbst und seine Mitarbeiter stehen nicht unter Verdacht.
Die Staatsanwaltschaft rechnet nun mit einer längeren Ermittlungsdauer. Die Zahl der Beschuldigten hat sich im Laufe der Untersuchungen fast verdoppelt. Bei der Durchsuchung wurden potenzielle Beweismittel an mehreren Orten sichergestellt. Die Verdächtigen sollen angeblich von dem Kursanstieg der Aktien nach der Verkaufsankündigung profitiert haben. Die Ermittlungen werden laut Staatsanwaltschaft voraussichtlich noch einige Zeit andauern.






