ifo-Beschäftigungsbarometer fällt auf Tiefstand – Arbeitsmarkt unter Druck
Maren Weihmannifo-Beschäftigungsbarometer fällt auf Tiefstand – Arbeitsmarkt unter Druck
Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt weiter unter Druck, da die wirtschaftliche Unsicherheit anhält. Die neuesten Daten des ifo Instituts zeigen einen weiteren Rückgang der Beschäftigungsperspektiven in zentralen Wirtschaftsbereichen.
Der ifo-Beschäftigungsbarometer sank von 93,9 Punkten im Mai auf 92,3 Punkte im Juni. Dies spiegelt eine breite Abschwächung der Einstellungspläne in der gesamten Wirtschaft wider.
Unternehmen im Dienstleistungssektor melden einen deutlichen Rückgang ihrer Erwartungen. Der Groß- und Einzelhandel baut Stellen in zunehmendem Tempo ab. Zeitarbeitsfirmen und Tourismusbetriebe sehen sich besonders schwierigen Bedingungen gegenüber.
Auch Industrieunternehmen kündigen trotz des angespannten Arbeitsmarktes weitere Entlassungen an. Im Gegensatz dazu strebt die Bauwirtschaft an, ihre aktuellen Beschäftigtenzahlen zu halten. Insgesamt bleibt eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarktes in weiter Ferne.
Der Juni-Wert von 92,3 Punkten markiert den niedrigsten Stand seit Monaten. Da in mehreren Branchen die Stellenstreichungen zunehmen, zeigen sich keine unmittelbaren Anzeichen einer Besserung. Die Aussichten für Arbeitnehmer in vielen Sektoren werden zunehmend unsicherer.
