05 June 2026, 18:50

Hünfelds Kommunalpolitik feiert Engagement und warnt vor wachsender Diskussionskultur der Kritik

Freiwilligendienst in Hünfeld - Parlamentsabend im Rathaus

Hünfelds Kommunalpolitik feiert Engagement und warnt vor wachsender Diskussionskultur der Kritik

Hünfelds Kommunalpolitiker versammelten sich im Kolpinghaus, um das Ende der Wahlperiode 2021–2026 zu würdigen. Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Stadtratsvorsitzender Jürgen Bohl richteten die Veranstaltung aus, bei der ehrenamtlich Engagierte geehrt und die Herausforderungen der lokalen Politik reflektiert wurden.

Der Abend stand im Zeichen des Dankes an scheidende wie neu gewählte Vertreter und ihre Verdienste für die Gemeinschaft. Im Mittelpunkt des parlamentarischen Abends stand die Anerkennung all jener, die sich in der Basisdemokratie engagieren. Bohl betonte, dass kommunalpolitische Arbeit oft im Verborgenen bleibe, obwohl sie für das öffentliche Leben unverzichtbar sei. Besonders dankte er den Freiwilligen, die ihre Zeit für das Wohl der Stadt opfern.

Gleichzeitig wies Bohl auf eine besorgniserregende Entwicklung in der öffentlichen Haltung hin: Statt einer Kultur der Mitgestaltung dominierten zunehmend Kritik und Eigeninteresse. Konstruktive Debatten, so Bohl, seien selten geworden – stattdessen prägen abwertende oder besserwisserische Verhaltensweisen den Diskurs.

Mehrere Persönlichkeiten wurden für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet: Karin Grosch, Udo Tischler, Reiner Wenzel, Uwe Walter und Michael Vogt erhielten die Ehrennadel der Stadt Hünfeld für ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken. Alexander Gradl, Pia Biedenbach und Annette Trapp wurden zu ehrenamtlichen Ortsvorstehern ernannt, während Ingrid Braun zur Stadtältesten berufen wurde.

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Bürgermeister Tschesnok schloss die Veranstaltung mit einem Appell an das weitere bürgerschaftliche Engagement. Den Anwesenden versicherte er, dass ihr Einsatz – trotz aller Anforderungen – spürbare Wirkung für die Gesellschaft entfalte.

Die Feier unterstrich die Bedeutung lokaler Teilhabe, thematisierte aber auch die wachsenden Herausforderungen im öffentlichen Meinungsaustausch. Die Geehrten verließen die Veranstaltung mit einer offiziellen Würdigung ihres Einsatzes. Gleichzeitig markierte der Abend den Übergang zwischen den scheidenden und neuen Mandatsträgern für die kommende Amtszeit.

Quelle