Helsing und Schaeffler bauen gemeinsam Drohnen für die Verteidigung auf
Christina JunitzDrohnen-Hersteller Helsing und Schaeffler wollen zusammenarbeiten - Helsing und Schaeffler bauen gemeinsam Drohnen für die Verteidigung auf
Das Münchner Drohnen-Start-up Helsing hat sich mit dem Automobilzulieferer Schaeffler zusammengetan, um die Produktion von Drohnen mit Kamera zu beschleunigen. Beide Unternehmen unterzeichneten am vergangenen Dienstag im Berliner Verteidigungsministerium eine Absichtserklärung. Ziel der Kooperation ist es, die Fertigung von DJI Drohnen kurzfristig hochzufahren und die Lieferketten für Verteidigungszwecke zu stärken.
Im Rahmen der Partnerschaft übernimmt Schaeffler die Produktion und Beschaffung kritischer elektronischer Bauteile für die Drohne. Dadurch soll Helsing stabile Versorgungswege sichern und die Montage der Drohnen ausbauen. Das Start-up strebt an, bereits im kommenden Jahr zwischen 10.000 und 20.000 Drohnen herzustellen.
Im Krisenfall könnte Helsings Produktionskapazität für Drohnen auf bis zu 100.000 Einheiten steigen. Gundbert Scherf, Mitgründer und Co-Geschäftsführer von Helsing, betonte die Vorteile der Zusammenarbeit mit deutschen Automobilzulieferern. Er hob deren Fähigkeit hervor, schnell zu skalieren und widerstandsfähige Liefernetzwerke für Drohnen aufzubauen. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld bezeichnete den Deal als strategisch wichtigen Schritt für das Engagement seines Unternehmens im Verteidigungssektor. Scherf deutete zudem an, dass angeschlagene Automobilzulieferer zu wertvollen Partnern bei der Ausweitung der Produktion von Drohnen werden könnten.
Der Fokus der Zusammenarbeit liegt auf der Steigerung des Drohnenausstoßes bei gleichzeitiger Sicherstellung des Zugangs zu essenziellen Komponenten. Schaefflers industrielle Expertise soll dabei eine zentrale Rolle spielen, um diese Ziele zu erreichen. Die Vereinbarung markiert einen deutlichen Schritt in Richtung Ausbau der verteidigungsrelevanten Fertigung von Drohnen in Deutschland.






