23 January 2026, 10:48

Heinz Nußbaumer – vom Kriegsreporter zum Brückenbauer der Religionen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einem Bild einer Hängebrücke mit mehreren Türmen und Seilen, begleitet von Text.

Heinz Nußbaumer – vom Kriegsreporter zum Brückenbauer der Religionen

Heinz Nußbaumer, ein angesehener Journalist und Autor, der für seinen tiefen Glauben und jahrzehntelange Berichterstattung bekannt war, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Seine Karriere umfasste Kriegsgebiete, politische Pressetätigkeiten und ein langjähriges Engagement für den interreligiösen Dialog. Viele erinnern sich an ihn für seinen Bestseller "Der Mönch in mir", der von seiner spirituellen Verbindung zum Berg Athos inspiriert wurde.

Nußbaumer begann seine journalistische Laufbahn 1966 bei der "Salzburger Volkszeitung" unter der Leitung von Hugo Portisch. Sein erster großer Auftrag führte ihn 1967 nach Israel, um über den Sechstagekrieg zu berichten. Bis 1971 stieg er zum Ressortleiter auf, eine Position, die er bis 1989 innehatte.

Nach seinem Ausscheiden aus der Redaktion arbeitete er als Pressesprecher der österreichischen Präsidenten Kurt Waldheim und Thomas Klestil. Gesundheitsprobleme, verschärft durch Jahre der Berichterstattung aus Krisenregionen, veranlassten ihn später, sich von der "Salzburger Volkszeitung" zurückzuziehen. Von 2003 bis 2023 gab er gemeinsam mit Wilfried Stadler die katholische Wochenzeitschrift "Die Furche" heraus. Als überzeugter Katholik wurde Nußbaumer zu einer vertrauten Stimme für Kirchenvertreter und Glaubensgemeinschaften. Sein Wirken konzentrierte sich auf die Förderung des Verständnisses zwischen den Religionen – eine Mission, der er bis zu seinem Tod nachging. Sein Buch "Der Mönch in mir", eine Reflexion über seinen spirituellen Rückzug auf dem Berg Athos, entwickelte sich überraschend zum Spiegel-Bestseller. Die Erinnerungen fanden weit über religiöse Kreise hinaus Anklang.

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Nußbaumers Vermächtnis umfasst ein Leben zwischen Kriegsberichterstattung und religiösem Diskurs. Seine Bücher und redaktionellen Arbeiten hinterließen bleibende Spuren in der Debatte über Glauben und Gesellschaft. Kollegen wie Leser werden ihn als Brückenbauer zwischen Kulturen und Überzeugungen in Erinnerung behalten.