Heiligabend und Silvester: Warum sie keine Feiertage sind – und was das für Arbeitnehmer bedeutet
Christina JunitzHeiligabend und Silvester: Warum sie keine Feiertage sind – und was das für Arbeitnehmer bedeutet
Heiligabend und Silvester sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine gesetzlichen Feiertage. Das bedeutet, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Urlaubstage nehmen müssen, wenn sie freihaben möchten – es sei denn, der Arbeitgeber gewährt freiwillig einen halben oder ganzen Tag frei. Dennoch passen viele Unternehmen in der Weihnachtszeit ihre Öffnungszeiten an.
In Deutschland werden Feiertage größtenteils auf Landesebene festgelegt, wobei einige bundesweit gelten. Dazu zählen Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, der 1. Mai (Tag der Arbeit), der erste und zweite Weihnachtstag. Bis 2026 könnten alle 16 Bundesländer bis zu 15 Feiertage haben, da jedes die neun bundesweiten Feiertage plus zusätzliche regionale Tage beachtet.
An Sonn- und Feiertagen gilt ein generelles Arbeitsverbot, mit Ausnahmen für systemrelevante Branchen. Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester bleiben jedoch normale Arbeitstage. Laut tagesschau arbeiteten 2024 rund 9 Millionen Menschen in Deutschland an Heiligabend.
Viele Einzelhandelsgeschäfte schließen bereits um 14 Uhr an Heiligabend, obwohl es kein gesetzlicher Feiertag ist. Neujahr hingegen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein anerkannter Feiertag.
Beschäftigte in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen ihren Jahresurlaub nehmen, wenn sie an Heiligabend oder Silvester freihaben möchten. Arbeitgeber können zwar zusätzliche freie Tage gewähren, sind dazu aber nicht gesetzlich verpflichtet. Die Feiertage bleiben somit eine Mischung aus offiziellen Feiertagen und regulären Arbeitstagen – je nach Region und betrieblichen Regelungen.






