Günther Felßner zieht Ministerkandidatur nach Protesten von Animal Rebellion zurück
Christina JunitzGünther Felßner zieht Ministerkandidatur nach Protesten von Animal Rebellion zurück
Günther Felßner hat seine Kandidatur für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers zurückgezogen. Diese Entscheidung fiel nach einer Protestaktion der Aktivistengruppe Animal Rebellion auf seinem Hof am 24. März 2025. Felßner begründete seinen Rückzug mit der Demonstration und verwies auf Bedenken um die Sicherheit seiner Familie.
Während des Protests kletterten Aktivisten auf das Dach von Felßners Rinderstall, wo sie ein Transparent befestigten und Schilder hochhielten, auf denen sie seine Haltung zu Klimafragen und der Biodiversitätskrise kritisierten. Die Gruppe warf ihm zudem vor, die Öffentlichkeit in Sachen Tierschutz falsch zu informieren.
Die Kundgebung verlief durchgehend friedlich. Nach ihrem Ende bot ein Hofmitarbeiter den Aktivisten sogar an, ihnen den Stall von innen zu zeigen. Animal Rebellion wies Felßners spätere Behauptung zurück, er habe aus Sorge um seine Familie zurückgetreten, und bezeichnete seine Begründung als unbegründet.
Die Gruppe lehnt Felßners mögliche Ernennung zum Minister seit Langem ab. Sie argumentiert, sein Werdegang mache ihn ungeeignet, das Landwirtschaftsministerium zu leiten. Aus ihrer Sicht sollten Personen wie Felßner keine hohen Ämter innehaben, die für den Tierschutz verantwortlich sind. Trotz ihrer scharfen Kritik betonte die Organisation, sie respektiere das Privatleben von Politikern und setze sich für eine solidargemeinschaftliche Welt über Artgrenzen hinweg ein.
Felßners Rückzug erfolgte nach einem einzigen Protest auf seinem Grundstück. Animal Rebellion hält jedoch fest, dass nicht die Demonstration, sondern seine politischen Positionen ihn für das Amt disqualifizieren sollten. Die Gruppe fordert weiterhin Führungspersönlichkeiten, die ihre Vision von Klimaschutz und Tierschutzreformen teilen.






