Grüne Woche 2026 startet mit kulinarischem Marathon und politischen Signalen
Laura ThanelTulpen-Taufe und Elchfleischbrot: Die Tour zur Grünen Woche - Grüne Woche 2026 startet mit kulinarischem Marathon und politischen Signalen
Die Grüne Woche in Berlin hat mit ihrer traditionellen Eröffnungsrunde begonnen – eine dreieinhalbstündige Tour durch die Messehallen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gab um 8:00 Uhr im Landespavillon den Startschuss und stellte das Programm vor, darunter den neu ernannten Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Der straffe Zeitplan ließ nur kurze Aufenthalte an den einzelnen Ständen zu – für ein schnelles Grußwort und eine kleine Erfrischung.
Tempo war angesagt: Die Teilnehmer hatten pro Stand nur wenige Minuten Zeit, um Hände zu schütteln, einen Schluck zu nehmen oder eine Kostprobe zu versuchen, bevor es weiterging. Früh auf der Route präsentierte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Bio-Wurst – doch für die Runde gab es nichts zu trinken.
Am niederländischen Stand nahm Minister Rainer an einer Taufzeremonie teil: Statt den Sekt zu trinken, übergoss er damit eine neu gezüchtete Tulpe namens „Berliner Jubiläum“. Später wurde die Verpflegung deutlich üppiger: Die Ukraine servierte Sekt, Bulgarien bot Börek an, die Tschechische Republik zapfte Bier, und Polen reichte Wurst. Der BÖLW präsentierte in Halle 22a den Pavillon „BIO ERLEBEN. HEIMAT GENIEßEN“. Parallel zur Ausstellung veröffentlichte die Organisation Pressemitteilungen, in denen sie mehr politische Unterstützung für den Öko-Markt forderte und sich gegen neue EU-Regeln zur Gentechnik aussprach. Über Rainers erste Teilnahme an der Veranstaltung wurden keine Details bekannt.
Die Eröffnungsrunde gab den Ton für die Grüne Woche 2026 vor, die vom 16. bis 25. Januar stattfindet. Die Teilnehmer meisterten einen dichten Zeitplan mit knappen Aufenthalten an den Ständen – eine Mischung aus kulinarischen Traditionen und aktuellen agrarpolitischen Debatten.






