Grüne streiten über verpflichtenden Sozialen Jahr - Droge lehnt Zwangsdienst ab
Christina JunitzGrüne streiten über verpflichtenden Sozialen Jahr - Droge lehnt Zwangsdienst ab
Grüne streiten über Pflicht-Sozialjahr – Dröge lehnt Dienstpflicht ab
Teaser: Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, lehnt den Parteitagsantrag prominenter Grüner für die Einführung eines verpflichtenden Sozialjahres ab. „Die Bundeswehr braucht dringend mehr Personal“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Daher setzen wir Grüne auf eine ärztliche Untersuchung und einen Fragebogen, damit die Bundeswehr sich ein besseres Bild machen und gezielter auf Menschen zugehen kann.“ Dröge betont jedoch [...]
Veröffentlichungsdatum: 27. November 2025, 23:00 Uhr
Stichworte: Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik
Artikel: In Deutschland ist die Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht neu entfacht. Der Vorschlag, der von der CDU und Teilen der Grünen vorangetrieben wird, stößt bei Katharina Dröge, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, auf deutlichen Widerstand. Sie plädiert dafür, junge Menschen durch Überzeugung statt durch Zwang zum Dienst am Gemeinwohl zu motivieren.
Die Idee eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres wurde erstmals 2022 ins Spiel gebracht. 2024 gewann sie wieder an Fahrt, als die CDU das Vorhaben in ihr Parteiprogramm aufnahm – mit breiter Unterstützung der Delegierten. Carsten Linnemann, stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender, gilt als einer der wichtigsten Fürsprecher des Plans.
Innerhalb der Grünen sind die Meinungen gespalten: Während einige Landes- und Bundespolitiker die Idee befürworten, lehnt Dröge sie kategorisch ab. Stattdessen setzt sie sich für die Wiedereinführung einer Form der Musterung ein, die eine Befragung umfasst, um die Eignung potenzieller Rekruten besser einschätzen zu können. In Bayern hat der Abgeordnete Niklas Wagener bereits konkrete Schritte unternommen und einen entsprechenden Antrag eingebracht. Sein Vorschlag sieht ein allgemeines Pflichtjahr für alle jungen Menschen vor und gibt der Diskussion weiteren Auftrieb.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht nun die Frage, wie junge Menschen am besten für einen Dienst an der Gesellschaft gewonnen werden können. Dröge schließt eine Verpflichtung aus und setzt auf freiwilliges Engagement. Die CDU und Teile der Grünen hingegen drängen auf ein verpflichtendes Modell – die Debatte bleibt damit in vollem Gange.






