30 May 2026, 16:17

Großspeicher für Stromnetze: Warum die Integration in Deutschland stockt

"REGIOlink": Green Flexibility präsentiert sein Konzept für die regionale Netzunterstützung mit Batteriespeicher

Großspeicher für Stromnetze: Warum die Integration in Deutschland stockt

Netzbetreiber in Deutschland sehen sich mit einem Ansturm auf Anträge für Großspeicherlösungen konfrontiert – doch die Integration dieser Systeme kommt nur langsam voran. Viele Betreiber setzen nach wie vor auf den Ausbau von Stromleitungen, bevor sie Speicherprojekte genehmigen.

Um die Herausforderung zu bewältigen, hat Green Flexibility einen neuen Ansatz vorgestellt. Das Unternehmen präsentierte kürzlich ein Whitepaper sowie das Konzept „REGIOlink“, das darauf abzielt, die regionale Netzstabilität durch großflächige Speicherlösungen zu verbessern.

Das Whitepaper definiert ein klares Rahmenwerk zur Einordnung der Auswirkungen von Batteriespeichern auf das Stromnetz. Zudem wird betont, wie wichtig faire, vergütete Geschäftsmodelle und strengere regulatorische Vorgaben sind, um den Ausbau solcher Projekte voranzutreiben. Christina Hepp, Direktorin für Strategie bei Green Flexibility, räumte ein, dass Netzbetreiber möglicherweise Einnahmeverluste hinnehmen müssten, unterstrich jedoch die Notwendigkeit, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.

Kernstück des Vorschlags ist das „REGIOlink“-Modell, das datengesteuerte Steuerungskorridore nutzt, um Flexibilität im Netzmanagement zu messen. Ein Echtzeit-Dashboard sorgt für volle Transparenz über die Speicheroperationen und ermöglicht es Betreibern, die Leistung lückenlos zu überwachen.

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Das Konzept wird bereits in der Praxis erprobt: Green Flexibility betreibt eine Pilotanlage in Immenstadt, um das System zu testen. Dennoch fehlen trotz der Innovation weiterhin zentrale regulatorische Grundlagen. Ohne diese könnte die flächendeckende Einführung solcher Speicherlösungen weiter eingeschränkt bleiben.

Netzbetreiber zögern die Integration weiterhin hinaus und bestehen auf den Vorrang des Leitungsausbaus. Diese Haltung führt dazu, dass viele Batteriespeicherprojekte in der Planungsphase feststecken – obwohl die Nachfrage nach Netzanbindungen steigt.

Das „REGIOlink“-Modell soll Speicherprojekte wirtschaftlich attraktiv machen und gleichzeitig regionale Netzbedürfnisse decken. Gelingt die Erprobung in Immenstadt, könnte dies den Weg für eine breitere Umsetzung ebnen. Doch ohne passende regulatorische Rahmenbedingungen wird der Ausbau großflächiger Batteriespeicher weiterhin auf erhebliche Hindernisse stoßen.

Quelle