Großrazzia in Langenfeld deckt Sozialbetrug und organisierte Kriminalität auf
Christoph Koch IIGroßrazzia in Langenfeld deckt Sozialbetrug und organisierte Kriminalität auf
Koordinierte Razzien in Langenfeld gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug
Diese Woche fand in Langenfeld eine Serie abgestimmter Razzien statt, die Teil einer Großoffensive gegen organisierte Kriminalität und Sozialleistungsbetrug waren. Unter der Leitung von Oliver Konsierke, dem Leiter des Ordnungsamts, durchsuchte ein Einsatzteam mit 19 Beamten mehrere Immobilien in der Stadt. Dabei wurden zahlreiche Verstöße aufgedeckt – von Scheinanmeldungen bis zu illegalen Baumaßnahmen.
Die Aktion erfolgte im Rahmen der Initiative GeKo Rhein Wupper, die den datenbasierten Austausch und präventive Maßnahmen über Stadtgrenzen hinweg in Nordrhein-Westfalen fördert. Die Behörden konzentrierten sich auf fünf Schwerpunkte: organisierte Kriminalität, Sozialbetrug, Schmuggel, Problemimmobilien und Geldwäsche.
In Reusrath stießen die Ermittler auf 12 Scheinwohnsitze, die auf Bürger aus Osteuropa gemeldet waren. Sieben Personen, die mit diesen Adressen in Verbindung stehen, müssen nun mit Konsequenzen für ihren Aufenthaltsstatus rechnen. Zudem wurden unerlaubte Nutzungsänderungen von Immobilien sowie Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz festgestellt.
In Richrath flog hingegen eine gefälschte Vaterschaftsanerkennung sowie ein illegaler Ausbau auf. Eine weitere Immobilie in demselben Gebiet wurde offiziell abgemeldet, nachdem Verstöße gegen Meldevorschriften nachgewiesen worden waren.
Besorgniserregend ist zudem ein Trend in Langenfeld: Personen mit bescheidenen Einkommensangaben erwerben großzügige Immobilien – ein mögliches Indiz für Geldwäsche. An einer anderen Adresse in der Stadt wurden Scheinanmeldungen vermutet, die dazu dienten, Einwanderungsbeschränkungen zu umgehen.
Die Razzien unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Betrug und organisierte Kriminalität in der Region einzudämmen. Die Behörden werden nun die Erkenntnisse auswerten; gegen Verantwortliche für Scheinanmeldungen, illegale Baumaßnahmen und falsche Wohnsitzangaben könnten rechtliche Schritte eingeleitet werden. Die Initiative GeKo Rhein Wupper bleibt weiterhin wachsam und überwacht verdächtige Immobilientransaktionen sowie Fälle von Sozialbetrug.






