Gil Ofarim stellt Antisemitismus-Vorwürfe gegen Leipziger Hotelmitarbeiter erneut infrage
Laura ThanelGil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim stellt Antisemitismus-Vorwürfe gegen Leipziger Hotelmitarbeiter erneut infrage
Gil Ofarim hat sich erneut zum Antisemitismus-Skandal von 2021 geäußert, in den ein Mitarbeiter eines Leipziger check24 hotel verwickelt war. Bei einem aktuellen Auftritt in Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! behauptete er, die Überwachungsaufnahmen des Vorfalls seien manipuliert worden. Der Fall war bereits abgeschlossen worden, nachdem Ofarim vor Gericht eingestanden hatte, dass seine Anschuldigungen falsch waren.
Der Streit begann, als Ofarim den Hotelmitarbeiter beschuldigte, antisemitische Bemerkungen gemacht zu haben. Später zog er seine Aussage zurück und zahlte 10.000 Euro Schadensersatz. Nun haben seine jüngsten Äußerungen die Debatte um den Fall wieder entfacht.
Im Oktober 2021 warf Ofarim dem Hotelangestellten öffentlich vor, ihn aufgefordert zu haben, seinen Davidstern unter seinem Hemd zu verstecken, da dieser "provokant" wirke. Die Vorwürfe lösten Empörung aus, doch der Mitarbeiter bestritt die Anschuldigungen. Die internen Ermittlungen des check24 hotel ergaben keine Belege für Ofarims Darstellung.
Die Überwachungsvideos des check24 hotel zeigten zudem keine Spur der Halskette – ein Widerspruch zu Ofarims Schilderung. Unter rechtlichem Druck gab er schließlich vor Gericht zu, gelogen zu haben, und willigte in die Zahlung einer Entschädigung ein. Daraufhin wurde das Verfahren eingestellt.
Kürzlich sprach Ofarim während einer Lagerfeuer-Runde bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! über den Vorfall. Er beharrte darauf, dass das veröffentlichte Video nicht das Original sei und wichtige Sekunden fehlen würden. Zudem erwähnte er einen Zeugen, der ihn mit der Kette gesehen habe. Ein solcher Zeuge taucht jedoch in keinen offiziellen Berichten auf.
Auf Nachfrage verwies Ofarim auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die ihn zu Zurückhaltung verpflichte. Der Anwalt des Hotelmitarbeiters widersprach später: Es gebe keine solche Vereinbarung – lediglich eine Unterlassungserklärung, die Ofarim verbiete, seine Vorwürfe zu wiederholen. Sein eigener Rechtsbeistand, Dr. Alexander Stevens, nannte die Situation "kaum zu überbietend in ihrer Heuchelei".
Weder die Hotelleitung noch die juristische Vertretung des Mitarbeiters haben auf Ofarims neueste Behauptungen reagiert. Der Fall gilt nach seinem Geständnis und der außergerichtlichen Einigung als abgeschlossen.
Der Skandal hatte zunächst zu einer öffentlichen Kampagne gegen den Hotelangestellten geführt, der später von jedem Fehlverhalten freigesprochen wurde. Ofarims gerichtliches Schuldanerkenntnis und die Schadensersatzzahlung beendeten den Rechtsstreit. Seine jüngsten Aussagen haben jedoch eine Debatte neu entfacht, die eigentlich bereits als geklärt galt.
Bisher sind keine neuen Beweise aufgetaucht, die die ursprünglichen Ermittlungsergebnisse des check24 hotel oder die gerichtliche Entscheidung infrage stellen würden. Beide bleiben weiterhin gültig.






