Gil Ofarim schweigt im Dschungelcamp – warum der Antisemitismus-Skandal ihn weiter verfolgt
Maren WeihmannGil Ofarim schweigt im Dschungelcamp – warum der Antisemitismus-Skandal ihn weiter verfolgt
Gil Ofarim steht erneut in der Kritik, diesmal während seiner Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! – der Sänger hatte vor fünf Jahren fälschlicherweise einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus beschuldigt. Der Streit begann 2021, als Ofarim behauptete, ein Angestellter des Westin Hotels habe ihm gegenüber antisemitische Bemerkungen gemacht. Nach einem Rechtsstreit gab er in einer Gerichtsverhandlung 2024 in Leipzig zu, dass seine Vorwürfe unwahr waren. Das Verfahren wurde eingestellt – unter der Auflage, dass er sich öffentlich entschuldigt und für drei Jahre eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, die ihm verbietet, den Vorfall öffentlich zu thematisieren. In der Reality-Show hat Ofarim die Affäre bisher nicht angesprochen, obwohl sowohl Mitbewohner als auch Zuschauer eine Erklärung fordern. Die Mitkandidatin Ariel konfrontierte ihn direkt und warf ihm vor, sich als Opfer darzustellen und Verantwortung zu vermeiden. Mirja du Mont deutete seine Ausweichmanöver nicht als rechtliche Zurückhaltung, sondern als schlichte Gleichgültigkeit. Später räumte Ofarim ein, sein Hauptgrund für die Showteilnahme seien finanzielle Sorgen gewesen – er müsse Rechnungen bezahlen und seine Kinder unterstützen. Der Vorfall belastet sein Image bis heute. Dass er sich selbst auf Nachfrage nicht äußert, verstärkt die Verärgerung bei denen, die von ihm eine klare Stellungnahme erwarten. Rechtlich ist Ofarim bis 2027 durch die gerichtliche Vereinbarung zum Schweigen verpflichtet. Der Skandal wirft weiterhin einen Schatten auf seine öffentlichen Auftritte, während Kritiker monieren, dass sein mangelnder Aufklärungswille jeden Versuch einer Rehabilitierung untergräbt. Für viele bleibt die Angelegenheit vorerst ungelöst.






