10 January 2026, 14:37

Gerhard Polts rührender Abschied von den Münchner Kammerspielen nach 50 Jahren

Zwei Männer stehen auf einer Bühne, einer hält ein Mikrofon und der andere hält Papiere, mit einem Rednerpult, Projektionsdisplay, Vorhängen, Banner, Fenster und Bühnenscheinwerfern.

"Ende einer Ära" - Letzte Vorstellung von Polt-Play - Gerhard Polts rührender Abschied von den Münchner Kammerspielen nach 50 Jahren

Gerhard Polt hat sich vermutlich zum letzten Mal in einer großen Produktion an den Münchner Kammerspielen verabschiedet. Der 83-jährige Künstler beendete damit eine 50-jährige Zusammenarbeit mit dem Haus – ein berührender Moment für den Künstler und sein Publikum. Seine letzte Show, „A scheene Leich“, ging nach 52 ausverkauften Vorstellungen zu Ende.

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Polt blickt auf eine lange Geschichte mit den Kammerspielen zurück, die 1975 während einer „Kleinkunstwoche im Werkraum“ begann. Sein Durchbruch gelang ihm drei Jahre später mit „Kehraus“, einer Produktion, die so erfolgreich war, dass sie später sogar verfilmt wurde. Über die Jahrzehnte hinweg wurde seine Arbeit zu einem festen Bestandteil des Spielplans.

Der letzte Abend von „A scheene Leich“ war von großer Emotion geprägt. Donnernder Applaus erfüllte den Saal, das Publikum spendete stehende Ovationen. Auf der Bühne umarmte Polt unter Tränen die Well-Brüder, seine langjährigen Weggefährten. Backstage-Fotos, die die Kammerspiele auf Instagram teilten, trugen den schlichten Kommentar: „Das Ende einer Ära.“ Barbara Mundel, die künstlerische Leiterin des Theaters, bestätigte, dass zwar keine weitere groß angelegte Produktion mit wochenlangen Proben mehr geplant sei, die Zusammenarbeit aber fortgesetzt werde. Künftige Projekte könnten Lesungen oder kleinere Auftritte umfassen – Polts Verbindung zu den Kammerspielen bleibt also in anderer Form bestehen.

Der Vorhang ist gefallen für Polts Ära der großen Produktionen an den Münchner Kammerspielen. Sein fünf Jahrzehnte währendes Wirken am Haus hinterlässt ein Erbe aus ausverkauften Vorstellungen und unvergesslichen Auftritten. Auch wenn er künftig seltener auf der Bühne stehen wird, bleibt sein Werk ein Teil der Geschichte des Theaters.