Gauweiler plant konservatives Superbündnis mit Freien Wählern für die Bundestagswahl
Christoph Koch IIGauweiler plant konservatives Superbündnis mit Freien Wählern für die Bundestagswahl
Peter Gauweiler, langjähriges Bundestagsmitglied und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der CSU, hat vor der nächsten Bundestagswahl ein neues politisches Bündnis gefordert. Sein Vorschlag sieht eine Zusammenarbeit mit den Freien Wählern vor, um eine bürgerlich-konservative Mehrheit zu sichern. Die Pläne wurden erstmals in der Bild am Sonntag berichtet.
Gauweiler argumentiert, die aktuelle linksgerichtete Bundesregierung spiegle nicht die bürgerlich-konservative Mehrheit im Land wider. Die AfD bezeichnete er als „nicht wählbar“, die FDP als zu schwach, um die notwendigen Stimmen für eine konservative Koalition zu gewinnen. Stattdessen verwies er auf die Freien Wähler als tragfähigen Partner.
Sein Konzept orientiert sich am bayerischen Modell, wo die CSU seit 2018 mit den Freien Wählern regiert. Gauweiler schlug vor, dass die Freien Wähler außerhalb Bayerns die Führung bei der Aufstellung lokaler Kandidaten übernehmen könnten. Selbst einen gemeinsamen Namen für das Bündnis schlug er vor: „Bündnis Freie Wähler/CSU“.
Zwar räumte Gauweiler ein, dass der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, das Profil der Partei geschärft habe, doch fehle es ihr an überregionaler Strahlkraft. Genau hier setze das Bündnis an, indem es die bundesweite Präsenz der CSU mit der regionalen Verankerung der Freien Wähler verbinde.
Die beiden Parteien würden demnach gemeinsam Kandidaten in ganz Deutschland aufstellen. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte er die politische Landschaft verändern, indem er die bürgerlich-konservativen Kräfte unter einem Dach vereint. Nun steht die Idee zur weiteren Diskussion in beiden Parteien an.






