Fusion von Carsync und Motum schafft neue Plattform für 95.000 Firmenfahrzeuge
Christina JunitzFusion von Carsync und Motum schafft neue Plattform für 95.000 Firmenfahrzeuge
Zwei große Akteure im Bereich der Unternehmensmobilität, Carsync und Motum, haben offiziell fusioniert und bilden nun eine gemeinsame Plattform, die rund 95.000 Fahrzeuge verwaltet. Der Deal ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen – beide Unternehmen sehen den Zeitpunkt als ideal für weiteres Wachstum. Branchenexperten gehen davon aus, dass das fusionierte Unternehmen die Flottenverwaltung für Firmen vereinfachen wird, die unter Kostendruck und Zeitknappheit leiden.
Erste Gespräche über die Fusion fanden während der NaKoBeMo (Nationale Konferenz für Unternehmensmobilität) in Mainz statt. Carsync, 2011 gegründet, hatte sich mit innovativen Lösungen für Firmen-Carsharing einen Namen gemacht, darunter Schlüsseldepot-Systeme für den Fahrzeugzugriff. Motum, eine Tochter der BASF Coatings, spezialisierte sich darauf, die Schadensabwicklung zu optimieren, indem es Flotten direkt mit Werkstätten vernetzte.
Durch die jüngste Umstrukturierung bei BASF Aktie sah sich Motum nach einem strategischen Partner um – was schließlich zur Zusammenarbeit mit Carsync führte. In den ersten sechs Monaten nach der Fusion blieben nahezu alle Bestandskunden dem neuen Unternehmen treu, ein Zeichen für eine hohe Kundenzufriedenheit. Das fusionierte Unternehmen setzt auf strukturierte Prozesse, KI-gestützte Tools und tiefgreifendes Branchenwissen, um das Wachstum voranzutreiben.
Das Führungsteam besteht nun aus CEO Amir Roughani, Chief Revenue Officer Dr. Moritz Weltgen und CFO Natalie Maier. Ihr Hauptaugenmerk liegt darauf, die Komplexität für Flottenbetreiber zu verringern, die mit knappen Budgets und engen Terminen kämpfen.
Die gemeinsame Plattform verwaltet derzeit etwa 95.000 Fahrzeuge, auch wenn genaue Marktanteile nicht bekannt gegeben wurden. Durch die Verbindung von Technologie und Branchenexpertise will das neue Unternehmen die Anforderungen von Flottenbetreibern effizienter erfüllen. Konkrete Wachstumsziele für die nächsten zwei Jahre wurden bisher nicht genannt.






