Fürth eröffnet neue Unterkunft für ukrainische Geflüchtete in Zirndorf
Maren WeihmannFürth eröffnet neue Unterkunft für ukrainische Geflüchtete in Zirndorf
Das Landratsamt Fürth hat in Zirndorf ein neues Gebäude an der Sternstraße angemietet, um dort für die nächsten vier Jahre ukrainische Geflüchtete unterzubringen. Die Einrichtung soll in der 43. Kalenderwoche eröffnet werden; die Vorbereitungen laufen bereits. Anwohnerinnen und Anwohner sind eingeladen, das Gelände vor der Inbetriebnahme zu besichtigen.
Zunächst werden etwa 110 bis 120 Menschen in dem Gebäude untergebracht, obwohl Platz für bis zu 150 Personen besteht. Vorerst sind ausschließlich ukrainische Geflüchtete als Bewohner vorgesehen. Das Landratsamt betont, dass es weiterhin auf die Nutzung von Turnhallen verzichten und den privaten Wohnungsmarkt möglichst wenig belasten möchte.
Für die gesamte Laufzeit wird ein Sicherheitsdienst vor Ort als Ansprechpartner für Bewohner wie auch Nachbarn zur Verfügung stehen. Die tägliche Betreuung übernimmt das Unterbringungsteam des Landratsamts, unterstützt von Fachkräften der Caritas, die als Flüchtlings- und Integrationsberater tätig sind.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Bundespolitiker über Änderungen bei den Leistungen für Geflüchtete diskutieren. Nach einem aktuellen Gesetzentwurf sollen Ukrainerinnen und Ukrainer, die nach dem 1. April 2025 ankommen, künftig Ansprüchen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz unterliegen – statt wie bisher reguläre Sozialleistungen zu erhalten. Diese Umstellung könnte die langfristigen Kosten für Kommunen wie Fürth senken, Geflüchtete schneller in den Arbeitsmarkt integrieren und so die Belastung für die Wohnungsbudgets verringern.
Städte und Landkreise müssen jedoch weiterhin die ihnen von der Regierung Mittelfrankens zugewiesenen Unterbringungskapazitäten vorhalten. Das Landratsamt hat die Nachbarn bereits über die Pläne informiert und einen Tag der offenen Tür im neuen Gebäude veranstaltet.
Der Betrieb der Einrichtung soll im Oktober aufgenommen werden und ukrainischen Geflüchteten eine strukturierte Unterkunft bieten. Durch die geringere Auslastung und die laufenden Reformen auf Bundesebene soll das Konzept Unterstützung mit finanzieller Nachhaltigkeit verbinden. Sicherheits- und Integrationsdienste bleiben bestehen, um sowohl den Bewohnern als auch der lokalen Gemeinschaft zur Seite zu stehen.






