Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld!"
Laura ThanelFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld!"
Die Stadt Freiburg hat eine Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld“ gestartet. Die Initiative soll Betroffene bestärken, das öffentliche Bewusstsein schärfen und auf Hilfsangebote aufmerksam machen. Über 70 Fachstellen und Organisationen sind an der Aktion beteiligt.
Gewalt gegen Frauen, Kinder, queere und trans Personen bleibt in Freiburg ein alltägliches Problem – von häuslicher Gewalt über sexuelle Belästigung und digitale Übergriffe bis hin zu Angriffen im öffentlichen Raum. Oberbürgermeister Martin Horn betonte, die Kampagne ermutige Betroffene, sich zu melden und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, wies darauf hin, dass Gewalt viele Formen annehme. Ziel der Kampagne sei es, die Gesellschaft zu sensibilisieren und zum Handeln zu bewegen. Sämtliche Materialien verweisen deutlich auf Beratungsstellen und Unterstützungsangebote für Betroffene.
Das Projekt orientiert sich an der Istanbul-Konvention, die systematische Maßnahmen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt vorsieht. Unterstützt wird es von der Mekriba-Stiftung, die sich für Prävention, Aufklärung und Opferschutz einsetzt. Die Botschaft wird über Plakate, soziale Medien und weitere öffentliche Aktionen in der Stadt verbreitet.
Die Kampagne ist auf Plakaten, in sozialen Netzwerken und im öffentlichen Raum präsent. Sie bietet Betroffenen konkrete Hilfsmöglichkeiten und unterstreicht die klare Haltung: Geschlechtsspezifische Gewalt ist inakzeptabel. Stadt und Partner arbeiten daran, dass die Initiative gerade diejenigen erreicht, die sie am dringendsten benötigen.
