Flughafen München sichert sich Ökostrom aus Offshore-Windparks für zehn Jahre
Christoph Koch IIFlughafen München sichert sich Ökostrom aus Offshore-Windparks für zehn Jahre
Der Flughafen München hat einen langfristigen Stromliefervertrag mit RWE abgeschlossen. Die am 19. Dezember 2025 unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass der Flughafen in den nächsten zehn Jahren jährlich 40 Gigawattstunden Offshore-Windstrom erhält. Der Vertrag umfasst eine Übergangsphase, bis ein neues Windkraftwerk voll einsatzbereit ist.
Das Stromabnahmeabkommen (Power Purchase Agreement, PPA) verpflichtet RWE, Strom aus einem Offshore-Windpark zu liefern, idealerweise ab 2026, spätestens jedoch bis 2028. Bis 2027 darf das Unternehmen als Zwischenlösung Strom aus einem bestehenden Windpark beziehen. Langfristig wird der Awel-y-Môr-Windpark in der Irischen See die Hauptquelle sein, der kürzlich im Rahmen der britischen AR7-Auktion einen 20-jährigen Differenzvertrag (Contract for Difference, CfD) erhalten hat.
RWE strebt an, die Projektfinanzierung für Awel y Môr bis zum Sommer 2026 abzuschließen und eine finale Investitionsentscheidung zu treffen. Die vollständige Inbetriebnahme des Windparks wird jedoch erst für 2030 erwartet. In der Zwischenzeit soll der Nordseecluster A – ein 660-Megawatt-Offshore-Windprojekt in Deutschland – bis Ende 2026 fertiggestellt werden und Anfang 2027 den Vollbetrieb aufnehmen. Der Deal folgt auf RWEs erfolgreiche Ausschreibungsbeteiligung zur Versorgung des Flughafens München mit erneuerbarer Energie. Die Flughafen München GmbH wird gemäß der Vereinbarung von 2026 bis 2036 jährlich 40 GWh erhalten.
Das PPA garantiert dem Flughafen München über das nächste Jahrzehnt eine stetige Versorgung mit Ökostrom. RWE wird zunächst auf bestehende Infrastruktur zurückgreifen, bevor der Übergang zum Windpark Awel y Môr erfolgt. Der Zeitplan des Projekts hängt von der Finanzierung, behördlichen Genehmigungen und den Baufortschritten ab.






