Flughafen Memmingen bricht Passagierrekord – doch die Luftverkehrsabgabe droht als Bremsklotz
Maren WeihmannFlughafen Memmingen erreicht Passagierzahlen des Vorjahres - Flughafen Memmingen bricht Passagierrekord – doch die Luftverkehrsabgabe droht als Bremsklotz
Flughafen Memmingen wird noch vor diesem Wochenende den Passagierrekord des Vorjahres brechen. Der regionale Flughafen, einst ein Militärflugplatz, hat sich seit der Pandemie zu einem der am schnellsten wachsenden Flughäfen Deutschlands entwickelt. Doch die geplante Luftverkehrsabgabe droht nun, diese Erfolgsgeschichte zu bremsen.
Der Flughafen nahm 2007 auf dem Gelände der ehemaligen Memmingerberg-Kaserne den Betrieb auf. Seither hat er sich kontinuierlich nach oben gearbeitet und zählt heute zu den zehn größten Flughäfen des Landes. Besonders stark war das Wachstum seit 2021: Damals nutzten rund 1,2 Millionen Passagiere den Standort – bis 2025 könnten es Schätzungen zufolge bereits 1,5 bis 1,6 Millionen sein.
Diese Entwicklung übertrifft viele vergleichbare Regionalflughäfen wie Weeze oder Karlsruhe/Baden-Baden, wo die Zahlen entweder stagnieren oder nur leicht steigen. Allein im ersten Halbjahr 2024 verzeichnete Memmingen unter den drei bayerischen Flughäfen den stärksten Passagierzuwachs. Die Verantwortlichen rechnen nun damit, die Jahresprognose von 3,5 Millionen Reisenden zu übertreffen.
Trotz des Erfolgs warnen Branchenvertreter, dass die geplante Luftverkehrsteuer die weitere Expansion gefährden könnte. Airlines fordern wettbewerbsfähige und nachhaltige Rahmenbedingungen, um das Wachstum nicht zu gefährden.
Memmingens rasanter Aufstieg unterstreicht seine Bedeutung im deutschen Luftverkehrsnetz. Da die Passagierzahlen schneller steigen als bei vielen Konkurrenten, hängt die Zukunft des Flughafens davon ab, ob die betrieblichen Bedingungen günstig bleiben. Die kommenden Monate werden zeigen, ob politische Weichenstellungen die weitere Entwicklung beeinflussen.






