01 January 2026, 11:14

FIS wehrt Betrugsvorwürfe ab – Zajc scheitert an drei Millimetern Anzugsstoff

Skibretter, eine Jacke an einem Bügel, ein Besenstiel, verschiedene Gegenstände, Kartons und ein Pfahl.

FIS wehrt Betrugsvorwürfe ab – Zajc scheitert an drei Millimetern Anzugsstoff

Der Internationale Skiverband (FIS) hat Vorwürfe wegen angeblichen Betrugs gegen österreichische Skispringer vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen zurückgewiesen. Gleichzeitig führte ein geringfügiger Verstoß gegen die Anzugsregeln zur Disqualifikation des Slowenen Timi Zajc in Oberstdorf – und damit zum Ende seiner Hoffnungen auf einen Tour-Sieg.

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Die Diskussionen betrafen auch eine seit langem genehmigte Bindungsmodifikation des Österreichers Manuel Fettner, die nach Angaben der Offiziellen keine Leistungssteigerung bewirkt.

Im Rahmen des Teamkapitänstreffens behandelte der FIS zwei getrennte Ausrüstungsfragen. Zum einen bestätigte er, dass Fettners modifizierte Skibindung bereits seit etwa einem Jahrzehnt zugelassen ist. Die Anpassung, die an die besondere Form seiner Skischuhspitze vorgenommen wurde, wurde sowohl von FIS-Funktionären als auch von österreichischen Trainern als regelkonform eingestuft. Der Bindungshersteller Slatnar betonte erneut, dass die Veränderung keinen Wettbewerbsvorteil bietet.

Unterdessen wurde Sloweniens Timi Zajc in Oberstdorf disqualifiziert, nachdem sein Anzug die erlaubte Materialstärke um lediglich drei Millimeter überschritten hatte. Die Strafe kostete ihn den zweiten Platz und jede Chance auf den Tour-Gesamtsieg. Zajc reagierte auf Instagram mit schwarzem Humor und scherzte: "Ziehen wir den Anzug einfach ein bisschen – vielleicht passt es dann in Garmisch."

Der österreichische Cheftrainer Andreas Widhölzl bezeichnete die Bindungsdebatte als "viel Lärm um nichts". Titelverteidiger Daniel Tschofenig räumte zwar die Strenge der Regeln ein, zeigte sich aber gelassen angesichts bevorstehender Materialkontrollen: Die Ausrüstung der Österreicher erfülle stets die Vorschriften. Auch der Österreichische Skiverband begrüßt die strengere Überwachung durch den FIS – insbesondere nach dem Anzugs-Manipulationsskandal der Norweger bei der jüngsten Weltmeisterschaft.

Die Entscheidungen des FIS sorgen für Klarheit vor dem Springen in Garmisch-Partenkirchen: Fettners Bindung bleibt zugelassen, während Zajcs Disqualifikation die engen Regularien des Sports unterstreicht. Österreichs Athleten und Funktionäre bekräftigten ihre Einhaltung der Regeln – weitere Einwände wurden nicht erhoben.