17 March 2026, 16:31

Finanzskandal im Bistum Eichstätt: 60 Millionen Dollar nach riskanten US-Investitionen verloren

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes in Priesterroben, der als erster Bischof der Katholischen Kirche vermutet wird, in weißer Robe mit schwarzem Kragen und Manschetten, schwarzem Hut mit weißer Feder, die Hände gefaltet mit ernster Miene.

"Skandal in der Diözese" - Ehemaliger Bischof gibt im Prozess Auskunft - Finanzskandal im Bistum Eichstätt: 60 Millionen Dollar nach riskanten US-Investitionen verloren

Das Bistum Eichstätt wird von einem Finanzskandal erschüttert, bei dem es um gescheiterte US-Immobilieninvestitionen in Höhe von 60 Millionen Dollar geht. Der ehemalige Bischof Gregor Maria Hanke trat vergangene Woche nach 18 Jahren im Amt zurück und räumte schwere Versäumnisse bei der Aufsicht ein. Die Krise hat das Bistum in Aufruhr zurückgelassen – mit Millionenverlusten und laufenden Rechtsstreitigkeiten.

Zwischen 2014 und 2016 vergab das Bistum über 31 hochriskante Kredite rund 56,2 Millionen Dollar an US-Immobilienentwickler. Davon konnten jedoch nur 35,2 Millionen Dollar zurückgewonnen werden, was erhebliche Verluste hinterlässt. Hinzu kommen fast 8 Millionen Euro an Anwaltskosten in Deutschland und den USA, die das Bistum für die Wahrung seiner Interessen aufbringen musste.

Prüfer und eine Kanzlei deckten später gravierende "blinde Flecken" in den Finanzkontrollen auf und warnten, dass ein Großteil des Geldes vermutlich unwiederbringlich verloren sei. Bischof Hanke gab zu, dass der Vermögensverwaltungsrat des Bistums zu viele interne Mitglieder hatte und einer angemessenen Aufsicht entbehrte. Hochriskante Investitionen, die niemals hätten genehmigt werden dürfen, wurden unter seiner Ägide durchgewinkt.

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Hanke sagte aus, er habe Finanzentscheidungen an Abteilungen delegiert und ihnen dabei zu viel Eigenverantwortung eingeräumt. Der Skandal führte zudem zu strafrechtlichen Ermittlungen: Ein Immobilienentwickler muss sich wegen des Vorwurfs des Vertrauensbruchs und der Bestechung verantworten, während der ehemalige stellvertretende Finanzdirektor des Bistums wegen Vertrauensbruchs und Bestechlichkeit angeklagt ist.

Die Folgen des Skandals haben das Bistum bereits Millionen an verlorenen Geldern und Prozesskosten gekostet. Mit dem Rücktritt Bischof Hankes steht es nun vor der Aufgabe, das Vertrauen wiederherzustellen und die Finanzkontrollen zu verschärfen. Die Ermittlungen zum vollen Ausmaß des Fehlverhaltens laufen noch.

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