Ferdinand von Schirach kontert Markus Lanz im Streit um Israel
"Von mir werden Sie kein Wort gegen Israel hören"
Markus Lanz und der Nahostkonflikt – Ferdinand von Schirach weigert sich, sich in die Meinungsmache des Moderators einbinden zu lassen. Kritik und Kommentar.
Ein angespanntes Wortgefecht entbrannte in der Sendung Markus Lanz, als der Autor Ferdinand von Schirach mit dem Moderator über den Israel-Palästina-Konflikt aneinandergeriet. In der bekannten deutschen Talkshow, die für ihren konfrontativen Stil steht, verteidigte Schirach Israel entschlossen und verweigerte sich Lanz’ Fragetechnik.
Ferdinand von Schirach bezog von Anfang an klar Position. Auf Lanz’ Nachfragen erklärte er unmissverständlich: „Von mir werden Sie kein einziges Wort gegen Israel hören.“ Später fügte er hinzu, „Israel bleibt ein Rechtsstaat“, und widersprach damit der Kritik des Moderators. Schirach räumte zudem ein, welchen Stellenwert sein Nachname in dieser Debatte habe: „Jemand mit meinem Namen hat in den nächsten fünfhundert Jahren kein Recht, sich dazu zu äußern.“
Die Auseinandersetzung zwischen Schirach und Lanz unterstrich den polarisierenden Umgang der Sendung mit heiklen Themen. Schirachs kompromisslose Haltung zugunsten Israels und seine Weigerung, sich auf Lanz’ Erzählstrang einzulassen, bildeten einen seltenen Moment des Widerstands in der Show. Gleichzeitig entfachte der Vorfall erneut die Debatte über die Ethik konfrontativer Interviewführung in den deutschen Medien.






