28 December 2025, 10:17

Fahrschulen warnen vor Pleitewelle durch geplante Führerschein-Reformen der Regierung

Eine belebte Straßenszene mit vielen Menschen, darunter Schülerinnen in Uniformen mit Jacken, einige mit einem Schild, und andere mit Helmen auf Fahrrädern, sowie Gebäuden, Bäumen und einem Tor im Hintergrund.

Fahrschulen warnen vor Pleitewelle durch geplante Führerschein-Reformen der Regierung

Fahrschulen im gesamten Bezirk kritisieren scharf die Pläne der Regierung, die Kosten für den Führerschein zu senken. Die Inhaber warnen, dass die Reformen viele Betriebe an den Rand des Ruins treiben könnten – einige melden bereits einen deutlichen Rückgang bei Neuanmeldungen seit der Bekanntgabe. Die vom Verkehrsminister Patrick Schnieder vorgelegten Vorschläge lösen Bedenken hinsichtlich Fairness, Transparenz und steigender Ausgaben aus.

Aktuell kostet ein Führerschein im Schnitt zwischen 3.500 und 4.000 Euro, wobei selbst besonders begabte Fahrschüler selten weniger als 3.000 Euro zahlen. Manfred Fechter, Inhaber der Fahrschule Manni, hält die geplante Preispolitik für ungerecht und besteht darauf, dass die Schulen die Gebühren verdoppeln müssten, um überleben zu können. Thomas Schubert, der die Fahrschule Schubert leitet, spricht von nahezu eingestellten Neuanmeldungen und warnt, sein Betrieb stehe kurz vor dem Aus.

Beide Fahrlehrer lehnen die Idee von "Transparenzquoten" ab, die Fahrschulen zwingen würden, ihre Durchfallquoten zu veröffentlichen. Zudem stellen sie die Pläne infrage, Theorieunterricht vollständig von zu Hause aus anzubieten – zwar könnten so Mietkosten für Klassenräume eingespart werden, doch leide möglicherweise die Lehrqualität darunter. Zu den Reformen gehört auch der Einsatz von Simulatoren für besondere Fahrmanöver und Schaltgetriebe-Training. Fechter und Schubert zweifeln jedoch an deren Realitätsnähe und fürchten zusätzliche Kosten. Steigende Ausgaben für Sprit, Reparaturen und ein Mangel an qualifizierten Fahrlehrern belasten die Budgets bereits jetzt. Da die letzte große Reform 2018 eineinhalb Jahre bis zur Umsetzung benötigte, befürchten viele eine lange Wartezeit, bis Änderungen greifen.

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Zwar zielen die geplanten Änderungen darauf ab, die Kosten für Fahrschüler zu senken, doch warnen die Fahrschulen vor schweren Folgen: sinkende Anmeldezahlen, höhere Ausgaben und Zweifel an den neuen Ausbildungsmethoden könnten einige Betriebe zur Schließung zwingen. Unklar bleibt, nach welchem Zeitplan die Regierung die Reformen umsetzen will.