Evi Sachenbacher-Stehle polarisiert mit ihrem Erziehungstipp für mehr Bewegung bei Kindern
Laura ThanelEvi Sachenbacher-Stehle polarisiert mit ihrem Erziehungstipp für mehr Bewegung bei Kindern
Die ehemalige Skilangläuferin Evi Sachenbacher-Stehle hat mit ihren Ansichten zur Kindererziehung eine Diskussion unter Eltern ausgelöst. Die zweifache Olympiasiegerin schlägt vor, Kindern das Skifahren beizubringen, um sie in Bewegung zu halten – und von Bildschirmen fernzuhalten. Ihr Ansatz stößt sowohl auf Zustimmung als auch auf Kritik.
Sachenbacher-Stehle, die fünf olympische Medaillen und sechs WM-Podestplätze gewann, ist selbst mit dem Skisport aufgewachsen. Heute gibt sie diese Leidenschaft an ihre Töchter Mina und Greta weiter, die bereits an Rennen teilnehmen. Die Familie lebt im Allgäu, wo ihr Mann eine Skischule leitet und sie gemeinsam Ferienwohnungen verwalten.
Die Sportlerin argumentiert, dass Skifahren Kinder im Winter körperlich aktiv hält und so die Zeit vor Bildschirmen reduziert. Doch einige Eltern zweifeln an der Umsetzbarkeit ihres Ratschlags. Kritiker verweisen auf die hohen Kosten von Wintersport und die Tatsache, dass Skifahren nur saisonal möglich ist. Trotz der Debatte bleibt Sachenbacher-Stehle überzeugt: Sie sieht Aktivitäten im Freien als unverzichtbar für die Gesundheit und Entwicklung von Kindern – auch wenn nicht jede Familie einfachen Zugang dazu hat.
Die Diskussion über Sachenbacher-Stehles Erziehungsmethode zeigt, wie unterschiedlich die Ansichten über Freizeitaktivitäten von Kindern sind. Während die einen im Skifahren eine wertvolle Möglichkeit sehen, sich zu bewegen, betonen andere die finanziellen und saisonalen Hürden. Dass ihre Töchter mit Begeisterung bei Rennen dabei sind, beweist, dass der Ansatz für ihre Familie funktioniert – für andere mag er jedoch schwer umsetzbar sein.






