26 January 2026, 21:09

Europas Kampf um digitale Finanzsouveränität: Wie Stablecoins und Blockchain die Zukunft prägen

Ein Kreisdiagramm auf einem weißen Hintergrund, das die Marktkapitalisierungen verschiedener Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, darunter Bitcoin, Ethereum und Litecoin, mit begleitendem Text, der die Kapitalisierungen erläutert.

Europas Kampf um digitale Finanzsouveränität: Wie Stablecoins und Blockchain die Zukunft prägen

Mitte Oktober trafen sich Experten aus den Bereichen Finanzen, digitale Forensik und Blockchain in München, um über die digitale Finanzzukunft Europas zu diskutieren. Die von Dr. Jan J. Kruppa (DLT Germany und V-Bank AG) organisierte Veranstaltung konzentrierte sich darauf, die Widerstandsfähigkeit des Kontinents in einer sich wandelnden digitalen Wirtschaft zu stärken. Die Teilnehmer beleuchteten Herausforderungen wie die Vorherrschaft von Stablecoins und den Bedarf an strengeren regulatorischen Maßnahmen.

Ein zentrales Thema war die Dominanz US-amerikanischer Stablecoins wie USDT und USDC, die fast 99 % des globalen Marktes kontrollieren. Matt Oksa, CMO von Schuman Financial, stellte EURØP vor – einen auf den Euro gestützten Stablecoin, der von einem in Frankreich lizenzierten Anbieter ausgegeben und vollständig von der ACPR reguliert wird. Jeder Token ist zu 100 % durch Euro gedeckt und soll Europas Abhängigkeit von ausländischen Digitalwährungen verringern.

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Albert Quehenberger, Geschäftsführer der AQ Forensics GmbH, betonte die wachsende Bedeutung der Blockchain-Forensik. Sein Unternehmen spezialisiert sich auf die Nachverfolgung verdächtiger Transaktionen, die Überprüfung von Vermögensnachweisen und die Unterstützung von Ermittlungen. Stefan Wenshofer, Leitender Kriminaldirektor, erläuterte die Rolle der bayerischen Zentralen Anlaufstelle Cybercrime (ZAC), die Unternehmen, Strafverfolgungsbehörden und Forscher vernetzt, um digitale Finanzkriminalität zu bekämpfen. Die V-Bank AG, Partner für institutionelle Kunden, präsentierte zudem ihren Fokus auf regulierten Krypto-Handel, digitale Wertpapiere und Web3-Anwendungen.

Die Diskussionen endeten mit einem gemeinsamen Fazit: Europa muss mutigere Schritte unternehmen, um im globalen Wettbewerb um digitale Zahlungssysteme zu bestehen. Künftige Veranstaltungen werden die Auswirkungen von Web3 – insbesondere im Kunstsektor – vertiefen und das Konzept einer "EU-DAO", einem vorgeschlagenen gesellschaftlichen Modell für dezentrale Governance, erörtern.

Das Münchner Treffen unterstrich Europas Bestrebungen nach größerer finanzieller Unabhängigkeit im digitalen Zeitalter. Mit Initiativen wie EURØP und verstärkten Maßnahmen gegen Cyberkriminalität will der Kontinent seine Abhängigkeit von ausländischen Stablecoins verringern. Interessierte Organisationen können sich für weitere Informationen an Dr. Kruppa ([email protected]) wenden.