07 February 2026, 17:17

"Es reicht!": Münchner protestieren massiv gegen Mietwahnsinn und Wohnungsnot

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Schilder mit der Aufschrift "Keine Wand, kein Verbot" in den Händen und trägt Mützen, mit Brettern im Hintergrund, die likely mit der Demonstration in Zusammenhang stehen.

Mondpreise, Existenzkrise - Tausende bei Mietprotest - "Es reicht!": Münchner protestieren massiv gegen Mietwahnsinn und Wohnungsnot

Tausende gingen am Wochenende in Munich auf die Straße, um gegen explodierende Mieten und die sich verschärfende Wohnungsnot zu protestieren. Die unter dem Motto "Es reicht!"* abgehaltene Demonstration forderte strengere Mieterschutzgesetze und schnelles Handeln von der Politik. Die Veranstalter betonten, dass die extreme Wohnungsnot in der Stadt den perfekten Rahmen für die Kundgebung biete.

Die Protestierenden verlangten bezahlbaren Wohnraum, schärfere Mietpreisbremse und Maßnahmen gegen Immobilienspekulation. Die Schätzungen zur Teilnehmerzahl gingen auseinander: Während die Organisatoren von etwa 10.000 Demonstranten sprachen, gab die Polizei 4.000 bis 5.000 an. Viele trugen Plakate, die leerstehende Wohnungen anprangerten und forderten, Wohnen als Grundrecht – und nicht als Ware – zu behandeln.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) räumte die Dramatik der Krise ein. Er betonte, dass Städte das Problem nicht allein lösen könnten, und forderte Bundeshilfe. Reiter legte einen Zehn-Punkte-Plan vor und schrieb an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), um klarere bundesweite Mietregeln zu fordern.

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Melanie Weber-Moritz, Vorsitzende des Deutschen Mieterbunds, unterstrich auf der Kundgebung die Forderungen: "Wohnen ist ein Grundrecht, keine Ware", erklärte sie. Der Protest richtete sich an alle Verantwortungsebenen und verlangte sofortige Entlastungen für Mieter in ganz Deutschland.

Die Demonstration zeigte die wachsende Wut über unbezahlbaren Wohnraum – nicht nur in Munich. Reiters Appell an den Bund erhöht nun den Druck auf Berlin. Ohne stärkere bundesweite Reformen drohen Millionen weitere Verdrängung oder nicht mehr tragbare Mietsteigerungen.