11 January 2026, 12:39

Eisbachwelle in München plötzlich verschwunden – was jetzt passiert

Zwei Boote auf einem Fluss mit einem Pfahl und einem Weg.

Stadt untersucht Anpassung der Wasserpegel nach Verschwinden der Münchner Eisbach-Welle - Eisbachwelle in München plötzlich verschwunden – was jetzt passiert

Münchens legendäre Eisbachwelle – seit vier Jahrzehnten ein Kult-Surfspot – ist nach jüngsten Arbeiten am Flussbett verschwunden. Die künstliche Welle, einst der zuverlässigste urbane Surfbreak der Welt, hat sich seit Abschluss der Baumaßnahmen nicht mehr gebildet. Nun prüfen die Behörden, wie sie die Welle wiederherstellen können, ohne die Struktur des Flusses zu verändern.

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Der Eisbach, der sich durch den Englischen Garten schlängelt, wird vom Fabrikbach gespeist – einem Abzweig der Isar. Bei den kürzlichen Instandhaltungsarbeiten wurde das Flussbett geräumt, strukturelle Veränderungen gab es jedoch nicht. Dennoch verschwand die Welle, was Münchner Surfer und Touristen ihrer beliebten Attraktion beraubt.

Die Münchner Stadtentwässerung hat bisher keine konkreten Zielwerte für den Wasserstand genannt, die für die Wiederbelebung der Welle nötig wären. Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase und wartet auf Rückmeldungen der Beteiligten sowie Machbarkeitsstudien. Bald sollen Durchflussmessungen vorgenommen werden, um die aktuellen Wasserstände im Eisbach zu bestätigen.

Auf Basis dieser Erkenntnisse wird die Stadt entscheiden, wie sich Strömungsgeschwindigkeiten und Pegelstände anpassen lassen. Ein Zeitplan steht noch nicht fest, weitere Schritte hängen von den technischen Bewertungen ab.

Das Verschwinden der Eisbachwelle hat bei Surfern und Besuchern Enttäuschung ausgelöst, war der Spot doch ein zentraler Anziehungspunkt für den Münchner Tourismus. Die Verantwortlichen müssen nun technische Vorgaben mit öffentlichen Interessen in Einklang bringen – und dabei sicherstellen, dass jede Lösung den Regeln des Flussmanagements entspricht. Die nächsten Schritte hängen von den erhobenen Daten und den Ergebnissen der Befragungen ab.