Einzigartiger Wanderführer enthüllt vergessene Grenzgeschichten der Rhön
Maren WeihmannEinzigartiger Wanderführer enthüllt vergessene Grenzgeschichten der Rhön
Ein einzigartiger politisch-historischer Wanderführer ist von Dr. Hans-Dieter Bieniek, einem ehemaligen DDR-Grenzschutzbeamten, veröffentlicht worden. Sein Buch „Grenzland Rhön: Wandern zwischen Vergangenheit und Gegenwart“ ist das erste seiner Art. Es erkundet die Grenzregion der Rhön mit historischer Tiefe und persönlichen Einblicken.
Bieniek verfasste das Buch gemeinsam mit Gerhard Schätzlein, der Fotos und Karten beisteuerte. Gemeinsam führten sie umfangreiche Recherchen durch, darunter Gespräche mit ehemaligen Flüchtlingen, um die Ereignisse entlang der innerdeutschen Grenze zu dokumentieren. Unterstützt wird das Projekt vom Verein für Heimatpflege, Wandern und Wintersport in Ellenbogen e.V. sowie vom Rhönforum e.V.
Der erste Abschnitt des „Friedenswegs“, ausgestattet mit neuen Informationstafeln, wurde im vergangenen Jahr eröffnet. Bieniek und sein Mitstreiter Kampf haben Texte, Fotografien und weiteres Material zu der Initiative beigetragen. Der Erfolg des Buches führte zu einem zweiten Band, „Grenzland Vorderrhön, Ulster- und Werra-Region: Wandern zwischen Vergangenheit und Gegenwart“, der 2026 erschien. Dieses neue Werk erweitert die Grenzgeschichten bis in den Wartburgkreis, von Gerstungen bis Lauchröden im Werratal.
Die Finanzierung des nächsten Abschnitts des Friedenswegs auf thüringischer Seite stammt aus dem LEADER-Regionalbudget. Das Projekt wächst weiter und bietet Wanderern ein vertieftes Verständnis der geteilten Vergangenheit der Region. Die Bücher und Wegtafeln liefern detaillierte Schilderungen der Rhöner Grenzgeschichte. Sie sind das Ergebnis gründlicher Recherche und der Zusammenarbeit lokaler Organisationen. Die Initiative zielt darauf ab, das komplexe Erbe der Region für Wanderer und Geschichtsinteressierte zu bewahren und zugänglich zu machen.






