23 December 2025, 00:47

Ein Soldat mit einer speziellen Dienststelle hat über seine Arbeit bei "Menschen, die sich bewegen" berichtet

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text über der Illustration.

Ein Soldat mit einer speziellen Dienststelle hat über seine Arbeit bei "Menschen, die sich bewegen" berichtet

Ein Soldat mit besonderem Auftrag berichtet über seine Arbeit bei „Menschen, die bewegen“

Ein Soldat mit besonderem Auftrag berichtet über seine Tätigkeit bei der Veranstaltungsreihe „Menschen, die bewegen“

  1. November 2025, 13:00 Uhr

Schlagwörter: Kriege und Konflikte, Politik, Allgemeine Nachrichten

Thomas Göppel, ehemaliger Oberfeldwebel der Luftwaffe, führt heute Besucher durch die Militärhistorische Sammlung und Gedenkstätte „Weingut II“ in Landsberg am Lech. Seit Oktober 2024 leitet er zudem das benachbarte Jugendgästehaus Landsberg. Seine Arbeit verbindet die Auseinandersetzung mit der dunklen Vergangenheit des Ortes, der 1944 von Zwangsarbeitern aus dem Konzentrationslagerkomplex Kaufering erbaut wurde.

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Göppels militärische Laufbahn begann 1994, als er sich als Flugzeugmechaniker der Luftwaffe anschloss. Im Laufe der Jahre stieg er zum Gruppenleiter für Fluggerät auf. 2011 diente er als Inspektionsfeldwebel an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Von 2014 bis 2024 war er bei der Elektronischen Instandsetzungstaffel des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 in Neuburg an der Donau tätig, wo noch elektronische Komponenten des Waffensystems Tornado gewartet wurden.

Bei der Veranstaltung „Menschen, die inspirieren“ berichtete Göppel über seinen 30-jährigen Dienst in der Bundeswehr. Heute liegt sein Fokus auf Bildung und Erinnerungskultur. Als Guide in der Gedenkstätte „Weingut II“ erforscht und vermittelt er den historischen Kontext des Bunkerkomplexes, der 1944 unter brutalen Bedingungen errichtet wurde. Der Ort steht symbolisch für das Leid der KZ-Häftlinge, die hier zwangsweise arbeiten mussten. Parallel zu seiner Tätigkeit in der Gedenkstätte übernahm Göppel im Oktober 2024 die Leitung des Landsberger Jugendgästehauses. Seine doppelte Rolle ermöglicht es ihm, mit Gästen ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig das Gedenken an die Opfer wachzuhalten.

Die Gedenkstätte „Weingut II“ bleibt ein aktiver Lernort – Göppel sorgt dafür, dass die Geschichten des Ortes authentisch weitergegeben werden. Sein militärischer Werdegang und seine heutigen Aufgaben in der Beherbergung und Erinnerungspflege verbinden Vergangenheit und Gegenwart. Die Stätte dient weiterhin als Mahnmal für die während ihres Baus verübten Gräueltaten.