Eichenaus Neujahrsempfang ehrt 200 Ehrenamtliche – doch die Herausforderungen bleiben
Christina JunitzEichenaus Neujahrsempfang ehrt 200 Ehrenamtliche – doch die Herausforderungen bleiben
Eichenaus traditioneller Neujahrsempfang vereint über 200 Ehrenamtliche
Beim jährlichen Neujahrsempfang in Eichenau kamen mehr als 200 Freiwillige zusammen, um ihre Leistungen zu würdigen und das vergangene Jahr zu reflektieren. Bürgermeister Peter Münster richtete in seiner Rede sowohl den Blick auf lokale Erfolge als auch auf globale Herausforderungen. Seine Worte umfassten persönliche Gesundheitskämpfe, bürgerliches Engagement und den anhaltenden Krieg in der Ukraine.
Münster begann mit einem Dank an seine Stellvertreter, Josef Spiess und Rike Schiele, die während seines kürzlichen Herzinfarkts seine Amtsgeschäfte übernommen hatten. Er drückte tiefe Dankbarkeit für ihre Unterstützung aus und räumte gleichzeitig ein, wie beschwerlich die Phase der Genesung für ihn gewesen sei.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen mehrere herausragende Persönlichkeiten. Konstantin Hoffmann vom Eichenauer SV wurde als deutscher Jugendmeister im Gewichtheben gefeiert. Hendrik Cornell erhielt für sein 40-jähriges Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt eine besondere Ehrung. Anja Tolve wurde für ihren Zivilcourage ausgezeichnet, mit der sie illegale Graffitisprüher zur Rede stellte, während Dieter Seidel für seinen unermüdlichen Einsatz in der Asylhilfegruppe gewürdigt wurde. Auch Rudolf Bretschneider vom Bayerischen Roten Kreuz und Ingeborg Kullmann vom Nachbarschaftshilfeprogramm wurden für ihr langjähriges Wirken geehrt.
Trotz der lokalen Erfolgsgeschichten schlug Münsters Ton ernster aus, als er auf übergeordnete Themen zu sprechen kam. Er äußerte sich besorgt über die globale politische Lage – insbesondere über das Handeln Russlands, Chinas und der USA. Zudem erinnerte er die Anwesenden an das anhaltende Leid in Eichenaus ukrainischer Partnerstadt Wyschhorod, das durch den Krieg verursacht wird.
Mit Blick auf das Jahr 2026 mahnte der Bürgermeister zu vorsichtigem Optimismus. Er betonte die Notwendigkeit, sorgsam mit den vorhandenen Ressourcen zu wirtschaften, und nannte Haushaltszwänge als eine der zentralen Herausforderungen des kommenden Jahres.
Der Empfang endete mit einem erneuerten Gemeinschaftsgefühl und dem Bewusstsein für getragene Verantwortung. Während die Eichenauer Ehrenamtlichen für ihr Engagement gefeiert wurden, unterstrichen Münsters Worte die Bedeutung von Wachsamkeit in unsicheren Zeiten. Die Stadt blickt nun mit Stolz auf das Erreichte – aber auch mit Klarheit über die vor ihr liegenden Hürden – dem Jahr 2026 entgegen.






