05 February 2026, 01:07

Drogenfund auf der A3: Nigerianer mit Kokain und Marihuana auf der Route Amsterdam–Wien festgenommen

Ein grüner und weißer Bus fährt auf einer von Geländern flankierten Autobahn, mit Bäumen, Gebäuden, Texttafeln, Masten, Drähten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Drogenfund auf der A3: Nigerianer mit Kokain und Marihuana auf der Route Amsterdam–Wien festgenommen

Zollbeamte haben auf der Autobahn A3 bei Straubing-Bogen eine große Menge Drogen bei einem Reisenden beschlagnahmt. Der nigerianische Staatsbürger, der von Amsterdam nach Wien unterwegs war, wurde festgenommen, nachdem ein Drogenspürhund in seinem Gepäck Rauschgift aufgespürt hatte.

Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Mindeststrafe von zwei Jahren Haft.

Der Vorfall begann, als Beamte der Verkehrswegekontrollstelle Furth im Wald einen Bus auf der A3 anhielten. Im Inneren entdeckten sie den Verdächtigen im Besitz von zwei Ecstasy-Tabletten. Zunächst bestritt er, der Besitzer eines Koffers im Gepäckraum zu sein, doch der Spürhund schlug auf Drogen im Inneren an.

Bei der Durchsuchung des Gepäcks fanden die Beamten etwa 210 Gramm Marihuana, drei Pakete Kokain mit einem Gewicht von 132,8 Gramm, eine Digitalwaage sowie Plastiktüten. Die Zollfahndungsstelle München hat den Fall inzwischen übernommen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein Haftbefehl wurde wegen des Verdachts auf unerlaubten Drogenimport in Verbindung mit großangelegtem Rauschgifthandel erlassen. Der Beschuldigte bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen in Untersuchungshaft.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Route Amsterdam–Wien zu einer der wichtigsten Drogenschmuggelrouten für Kokain und Cannabis entwickelt. Der deutsche Zoll hat die Kontrollen an Schlüsselstandorten wie den Flughäfen Frankfurt und München verstärkt. Allein 2023 wurden auf dieser Strecke über 500 Kilogramm Kokain beschlagnahmt – ein Anstieg von 40 Prozent seit 2021. Möglich wurde dies durch gezielte Risikoanalysen und den Einsatz KI-gestützter Scanner.

Dem Beschuldigten drohen nun formelle Anklagen nach dem Betäubungsmittelgesetz, bei einer Verurteilung wäre eine Mindeststrafe von zwei Jahren fällig. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der deutschen Behörden, den Drogenhandel auf internationalen Hochrisikostrecken zu unterbinden.

Die Zollfahndungsstelle München wird die weiteren Ermittlungen zu den beschlagnahmten Substanzen und möglichen Schmuggelverbindungen leiten.