DRK warnt: Deutschland ist auf Großkatastrophen unvorbereitet – was jetzt zu tun ist
Laura ThanelDRK warnt: Deutschland ist auf Großkatastrophen unvorbereitet – was jetzt zu tun ist
Deutschland schlecht auf Großkatastrophen vorbereitet
Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist Deutschland nur unzureichend auf schwere Katastrophen vorbereitet. Die Präsidentin der Organisation, Gerda Hasselfeldt, warnt, dass es im Land an ausreichenden Vorsorgemaßnahmen für den Ernstfall fehle. Sie ruft nun Haushalte und Schulen auf, umgehend Schritte zur Verbesserung der Notfallvorsorge zu unternehmen.
Hasselfeldt betont, dass jeder Haushalt Vorräte für mindestens drei Tage – besser noch für zwei Wochen – anlegen sollte. Dazu gehören Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und notwendige Medikamente. Zudem empfiehlt sie, eine Kurbeltaschenlampe und ein Kurbelradio bereitzuhalten, um auch bei Stromausfällen über Licht und Informationen zu verfügen.
Doch es geht nicht nur um die Ausstattung: Hasselfeldt fordert eine breitere Erste-Hilfe-Ausbildung in der Gesellschaft. Sie rät dazu, Kurse zu belegen, die neben medizinischen Grundkenntnissen auch den Eigenschutz vermitteln. Für eine langfristige Stärkung der Widerstandsfähigkeit schlägt sie vor, ab der 7. Klasse jährlich zwei Stunden Wiederbelebungstraining in Schulen einzuführen. Die Deutsche Herzstiftung, gemeinsam mit dem DFB und der Björn-Steiger-Stiftung, unterstützt diesen Vorschlag. Ihre Kampagne #Herzsicher hat bereits in anderen Ländern dazu beigetragen, solche Schulungen verbindlich zu verankern. Nun soll die Bundesregierung nachziehen.
Die Warnungen des DRK zeigen die Lücken in der deutschen Katastrophenvorsorge auf. Während Haushalte aufgefordert werden, Notfallvorräte anzulegen, könnten Schulen bald regelmäßiges Wiederbelebungstraining einführen. Werden diese Maßnahmen umgesetzt, könnte das die Krisenreaktion des Landes deutlich stärken.






