Drei evangelische Kirchen in Garmisch-Partenkirchen vor dem Aus – was passiert mit den Gebäuden?
Laura ThanelDrei evangelische Kirchen in Garmisch-Partenkirchen vor dem Aus – was passiert mit den Gebäuden?
Großes Interesse an drei evangelischen Kirchen
Verhandlungen über die Zukunft der evangelischen Kirchen in Grainau, Burgrain und Oberau laufen
- Dezember 2025
Stichworte: Finanzen, Wirtschaft, Immobilien
Drei Kirchen der Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen sollen aufgrund sinkender Mitgliederzahlen und steigender Betriebskosten geschlossen werden. Die Evangelische Kirche plant, die Gebäude in Grainau, Burgrain und Oberau zu verkaufen oder umzunutzen. Pfarrer Martin Dubberke, der Anfang 2026 in den Ruhestand geht, hat den Prozess eingeleitet, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Die Entscheidung, die drei Kirchen zu schließen, folgt auf jahrelang rückläufige Besucherzahlen und hohe Nebenkosten. Die jährlichen Unterhaltskosten für die Kirche in Grainau belaufen sich allein auf 3.500 Euro, während für die Sanierung des Standorts Burgrain ein sechsstelliger Betrag erforderlich wäre. Diese finanziellen Belastungen sowie das Ziel der Kirchengemeinde, alle Immobilien bis 2045 klimaneutral zu gestalten, haben die Veränderungen beschleunigt.
Die Kirchengemeinde wird ihr Portfolio von sechs auf drei Kirchen reduzieren und sich auf nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Standorte konzentrieren. Für das angrenzende Grundstück in Garmisch und den Vorschlag eines Gemeinschaftsraums in Grainau laufen bereits Planungen. Angesichts der Betriebskosten und Sanierungsbedürfnisse setzt die Evangelische Kirche auf langfristige Stabilität statt auf die Erhaltung kaum genutzter Gebäude.






