Dramatische Rettung nach Ausfall der Skitourenausrüstung in den Alpen
Christoph Koch IIDramatische Rettung nach Ausfall der Skitourenausrüstung in den Alpen
Ein 29-jähriger Mann aus München wurde nach einem Ausfall seiner Skitourenausrüstung während einer Bergtour in den Bayerischen Alpen mit dem Hubschrauber gerettet. Der Vorfall ereignete sich am 11. Januar, als er in der Nähe des Miesingsattels wegen plötzlich aufziehenden Schlechterwetters gestrandet war.
Der Mann hatte seinen Aufstieg vom Spitzingsee aus begonnen und wollte über das Rotwandhaus zur Auerspitz gelangen. Als seine Steighilfe versagte, zehrte die zusätzliche Anstrengung so sehr an seinen Kräften, dass er den Abstieg nicht mehr sicher bewältigen konnte. Bei starkem Wind und sinkenden Temperaturen alarmierte er schließlich die Rettungskräfte.
Der Bergrettungsdienst Leitzachtal rückten mit zwölf Einsatzkräften aus. Vorsorglich machte sich zudem ein Team mit einem Geländefahrzeug in Richtung Kleintiefental auf den Weg, da niedrige Wolken und turbulente Bedingungen die Situation erschwerten. Gleichzeitig wurde der Polizeihubschrauber Edelweiss 8, gesteuert von Stefan Maier und Thomas Berger, zur Unterstützung angefordert.
Mit Einbruch der Dunkelheit seilte der Hubschrauber einen Retter zu dem eingekesselten Skitourengeher ab. Der 29-Jährige konnte gerade noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Er erhielt eine erste medizinische Versorgung in der Rettungsstation in Bayrischzell, bevor er ohne weitere Hilfe nach Hause entlassen wurde.
An der Rettungsaktion waren Bergretter, ein Geländefahrzeug-Team und die Besatzung des Hubschraubers Edelweiss 8 in abgestimmter Zusammenarbeit beteiligt. Durch die schnelle Reaktion des Mannes und das zügige Eingreifen der Rettungskräfte blieb er trotz der sich verschlechternden Bedingungen unverletzt.






