Dorothee Bäder löst mit BAföG-Reformen hitzige Debatte über Studentenförderung aus
Christoph Koch IIDorothee Bäder löst mit BAföG-Reformen hitzige Debatte über Studentenförderung aus
Dorothee Bäder, Deutschlands Forschungsministerin, gab Ende Mai 2023 ein Interview zu geplanten Reformen der Studentenförderung. Die 45-jährige Politikerin ist seit ihren Teenagerjahren eine prägende Figur in der CSU und hat sich innerhalb der Partei stetig nach oben gearbeitet. Ihre Äußerungen zum BAföG – der staatlichen Ausbildungsförderung in Deutschland – haben eine Debatte über die Regierungspläne zur finanziellen Unterstützung im Bildungsbereich ausgelöst.
Bäder, geboren 1978, trat mit 14 Jahren der Schülerunion bei und wurde mit 16 Mitglied der CSU. Schon mit 23 Jahren schaffte sie es in den Parteivorstand. Sie studierte Politikwissenschaft in München, gefördert durch ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung, und verband ihr Studium mit frühem politischem Engagement.
Mit 24 Jahren schrieb sie Geschichte als jüngste CSU-Abgeordnete, die jemals in den Bundestag gewählt wurde. Trotz ihrer parlamentarischen Verpflichtungen setzte sie ihr Studium am Otto-Suhr-Institut (OSI) in Berlin fort. 2006 schloss sie ihr Studium mit einem Diplom in Politikwissenschaft ab – und zwar mit der Bestnote, die einem „Sehr Gut“ entspricht. Allerdings ist ihre Diplomarbeit weder in der Bibliothek des OSI noch in den Archiven der Hanns-Seidel-Stiftung auffindbar.
Nach ihrem Abschluss heiratete sie Oliver Bär, ebenfalls ein CSU-Politiker, und stellte ihn noch vor der Hochzeit als ihren wissenschaftlichen Mitarbeiter ein. Ihre Karriere ist geprägt von einem rasanten Aufstieg innerhalb von Partei und Regierung.
In dem jüngsten Interview äußerte sich Bäder zu den geplanten BAföG-Reformen. Sie betonte, dass die Koalition beschlossen habe, den Wohnkostenzuschuss für Empfänger von 380 auf 440 Euro anzuheben und die Förderung schrittweise zu erhöhen. Gleichzeitig deutete sie an, dass Teile der Regierung die Reformen möglicherweise nicht mehr mittragen würden. Studierende bezeichnete sie als „sehr privilegiert“ und verwies darauf, dass in Deutschland keine Studiengebühren erhoben würden. Ein Nebenjob während des Studiums sei „keine Tragödie“, sondern biete wertvolle Erfahrungen.
Bäders Aussagen fallen in eine Phase der Ungewissheit über die Zukunft der BAföG-Reformen. Das ursprüngliche Koalitionsabkommen sah höhere Wohnkostenzuschüsse und eine schrittweise Erhöhung der Förderung vor. Ihre Haltung spiegelt die größere Debatte über die Finanzierung von Studierenden und das Verhältnis zwischen staatlicher Unterstützung und Eigenverantwortung wider.






