Dorfhelfer im Landkreis Fürth: Immer weniger Hände für notleidende Höfe
Christoph Koch IIDorfhelfer im Landkreis Fürth: Immer weniger Hände für notleidende Höfe
Dorfhelfer im Landkreis Fürth: Zahl der Unterstützer geht stark zurück
In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Dorfhelfer im Landkreis Fürth drastisch gesunken. Während es 2014 noch drei hauptamtliche und 30 nebenamtliche Kräfte gab, sind es 2024 nur noch zwei Haupt- und elf Nebenkräfte. Diese Helfer unterstützen notleidende Höfe bei wichtigen Aufgaben wie der Tierversorgung, Haushaltsarbeiten und Außenarbeiten.
Dorfhelfer spielen eine zentrale Rolle, um landwirtschaftliche Betriebe in schwierigen Zeiten am Laufen zu halten. Zu ihren Aufgaben gehören das Füttern und Melken von Nutztieren, die Haushaltsführung sowie die Mithilfe bei Arbeiten im Freien. Doch ihre Zahl ist über die Jahre deutlich zurückgegangen.
Heike Vogel, eine Dorfhelferin mit 20 Jahren Erfahrung im Landkreis Fürth, leistet weiterhin unverzichtbare Unterstützung für die örtlichen Höfe. Kürzlich besuchte der Landrat Bernd Obst ihren Betrieb in Deberndorf, um auf die Bedeutung dieser Dienstleistung aufmerksam zu machen. Sein Besuch unterstrich den wachsenden Bedarf an weiteren Helfern in der Region.
Der Rückgang ist kein lokales Phänomen: Bundesweit sind die geleisteten Arbeitsstunden von Betriebshelfern von 42.000 im Jahr 2014 auf 26.000 im Jahr 2024 gesunken. Um dem entgegenzuwirken, werben zwei Organisationen aktiv um Nachwuchs: der Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth sowie der Evangelische Dorf- und Landhelferdienst in Bayern (Hesselberg).
Beide Einrichtungen suchen erfahrene Landwirte, Haushaltskräfte oder Quereinsteiger. Interessierte können sich beim Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth über die Website, telefonisch unter 09127 / 95 48 660 oder per E-Mail an [email protected] melden. Der Evangelische Dorf- und Landhelferdienst ist unter 09854 / 100 oder [email protected] erreichbar.
Der Rückgang der Dorfhelfer hat viele Höfe im Landkreis Fürth mit weniger Unterstützungsmöglichkeiten zurückgelassen. Lokale Organisationen bemühen sich nun verstärkt um neue Kräfte, um die Lücken zu schließen. Ohne Verstärkung bleibt die Zukunft der Betriebs- und Dorfhilfe im Landkreis ungewiss.






