Doppelte Disqualifikation von Timi Zajc löst Regelstreit um Skisprung-Anzug aus
Christina JunitzDoppelte Disqualifikation von Timi Zajc löst Regelstreit um Skisprung-Anzug aus
Timi Zajc in Garmisch-Partenkirchen doppelt disqualifiziert
Beim Vier-Schanzen-Turnier in Garmisch-Partenkirchen wurde der slowenische Skispringer Timi Zajc wegen eines nicht regelkonformen Herrenanzugs disqualifiziert – eine Entscheidung, die für Kontroversen sorgt. Sein Team und der Verband haben Widerspruch eingelegt und stellen das Messverfahren infrage.
Der Vorfall nahm seinen Anfang nach Zajcs Disqualifikation in Oberstdorf, wo er später auf Instagram andeutete, seinen Anzug möglicherweise für das Rennen in Ga-Pa gedehnt zu haben. Dieser Kommentar löste Diskussionen aus, darunter auch eine Äußerung des ehemaligen Skispringers Martin Schmitt, der vermutete, dass die Bemerkung die Prüfer in Garmisch dazu veranlasst haben könnte, Zajcs Herrenanzug vor seinem Sprung genauer zu vermessen.
Der Slowenische Skiverband verteidigt Zajc vehement und betont, sein Herrenanzug habe vollständig den Vorschriften entsprochen. Gorazd Pogorelcnik, Leiter des slowenischen Skispringens, argumentiert, dass äußere Einflüsse wie Wetterbedingungen oder natürliche Abnutzung die Maße des Herrenanzugs verändert haben könnten. Zudem verhalte sich jeder Herrenanzug unter unterschiedlichen Bedingungen anders.
Als Reaktion reichte der slowenische Verband bei der Internationalen Skiföderation (FIS) offiziellen Protest ein. Dabei wurde die Fairness des in Garmisch angewandten Messverfahrens angezweifelt und eine Überprüfung der Entscheidung gefordert.
Der Protest unterstreicht die anhaltenden Spannungen rund um die Regelkonformität von Herrenanzügen. Sollte die Disqualifikation bestehen bleiben, hätte dies Auswirkungen auf Zajcs Turnierplatzierung. Die FIS hat bisher noch nicht offiziell auf den Einspruch des Verbands reagiert.






