Die Linke warnt vor sozialer Spaltung durch akute Wohnungsnot in Deutschland
Christina JunitzDie Linke warnt vor sozialer Spaltung durch akute Wohnungsnot in Deutschland
Die Linke hat die Wohnungsnot in Deutschland als eine sich verschärfende soziale Notlage scharf kritisiert. Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Partei, bezeichnete die geringe Zahl der 2021 fertiggestellten Wohnungen als „beschämend“. Sie warnte, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum die gesellschaftlichen Spaltungen im Land weiter vertiefe.
Lay verwies auf ein bundesweites Defizit von mindestens 1,4 Millionen Wohnungen. Die Bundesregierung wirft sie vor, trotz Ankündigungen von Fördermitteln für gemeinnützigen Wohnungsbau nicht schnell genug zu handeln. Diese Gelder müssten „sofort“ freigegeben werden, forderte sie.
Die aktuellen Vorschläge von Bundesbauministerin Verena Hubertz reichen nach Lays Einschätzung nicht aus. Stattdessen verlangte sie direkte staatliche Eingriffe, um „umgehend“ eine große Zahl bezahlbarer Wohnungen zu bauen. Im Fokus stehen dabei Sozialwohnungen, kommunale Bauprojekte und Genossenschaftswohnungen.
Zudem forderte Lay ein dringendes Investitionsprogramm, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Ohne schnelles Handeln werde die Krise die soziale Ungleichheit in Deutschland weiter verschärfen, warnte sie.
Die Linke pocht auf Sofortförderungen für den gemeinnützigen Wohnungsbau und eine staatlich gesteuerte Bauoffensive. Lay betont, dass nur der direkte Bau bezahlbarer Wohnungen die sich zuspitzende Knappheit lindern könne. Die Kritik der Partei erhöht den Druck auf die Bundespolitik im Wohnungssektor.






